Android und Amateurfunk

Posted by: DG9VH  :  Category: Technik

Heute wollte ich mich mal dem Thema Android und Amateurfunk zuwenden. Mittlerweile dürften sicherlich einige Funkamateure Mobiltelefone oder Tablets ihr eigen nennen, auf denen das Google-Betriebssystem Android seine Dienste tut. Dass man diese Geräte durchaus sinnvoll im Shack oder auch bei Portabel-Aktionen einsetzen kann, möchte ich in diesem Beitrag einmal anhand drei verschiedener Apps, die sich hier anbieten, zeigen.

NKCCluster

Kristijan Conkas – M0NKC – hat das Programm NKCCluster, welches unter diesem Link im Android Market kostenlos zu finden ist, geschrieben. Die App funktioniert zuverlässig und ist intuitiv zu bedienen und ermöglicht es zum einen DX-Clustermeldungen zu sehen aber auch selbst Cluster-Spots abzusetzen. Das Ganze mit unheimlich wenig Arbeit und ohne Cluster-Befehle kennen zu müssen.

NCDXF Beacon

Wer gerne Baken beobachtet, dem ist das Baken-Projekt der NCDXF ein Begriff. das Programm NCDXF Beacon erfüllt hier einen ganz simplen Zweck: Anzeigen, welche Bake aktuell auf dem eingestellten Band sendet. Dies geschieht mit einer klar dargestellten Weltkarte, aus der auf den ersten Blick ersichtlich ist, welche Baken derzeit aktiv sind und welche Bake sendet.

Morse Code Reader

Der Morse Code Reader von Jacek Fedorynski ist ebenfalls, wie alle hier vorgestellten Programme, kostenlos im Android Market zu beziehen und es kann Folgendes: Positioniert man sein Handy/Tablet mit dem Mikrofon in der Nähe des Stationslautsprechers und stellt die Lautstärke passend ein, decodiert es die im Lautsprecher zu hörenden CW-Signale. Es ist eine gewisse Fuchtelei, aber wenn man mal die Lautstärke passend eingestellt hat, funktioniert das Programm recht gut.

Das war jetzt nur eine kleine Auswahl an Programmen, die man für den Amateurfunk nutzen kann. Wer hier noch weitere Programme kennt, die sich für den Einsatz empfehlen lassen, der sei aufgerufen, einen Kommentar hier zu hinterlassen :-) So könnte hier ein gewisser Grundstock an Apps zusammengetragen werden und dieser Beitrag eine gute Fundstelle für Amateurfunk-Software unter Android werden :-)

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Vergleich: HCJB-Pappradio vs. Yaesu FT-857D

Posted by: DG9VH  :  Category: Technik

Jetzt ist es so weit: Der mehr oder weniger ultimative und vollkommen subjektive Vergleich zwischen zwei Geräten der unteren Preisklasse. In der blauen Ecke: Das HCJB-Pappradio mit einem Preis von ca. 80 Euro und einem Gewicht von etwas mehr als einer Tafel Schokolade, welches die moderne Form des Empfängers vertreten soll, nämlich das “Software Defined Radio”. Und in der roten Ecke: Der Yaesu FT-857D Amateurfunk-Transceiver mit einem Preis von ca. 650 Euro und einem Gewicht von 2 Tüten Milch, der die traditionelle analoge Welt vertritt.

Beide waren über einen Antennen-Splitter an die gleiche Antenne angeschlossen, einem 22m langem Draht unter dem Dach, welcher über einen Balun in der Impedanz angepasst wurde.

Das Pappradio wurde mit HDSDR 2.11 gesteuert, wobei hier in den jeweiligen Empfangssituationen lediglich die gleiche Modulationsart und annähernd gleiche Filterdurchlasskurve eingestellt wurde, wie beim FT-857D. Es wurden bei beiden Geräten keinerlei Filter (Notch oder sonstige verbessernde Maßnahmen) eingeschaltet, es sei denn, dies wird im weiteren Verlaufe des Tests genannt.

Getestet wurden diverse Bänder, verschieden starke Signale und verschiedene Modulationsarten, um hier einen breiten Signalvergleich zwischen den beiden Geräten anstellen zu können.

Aufgezeichnet wurde zum einen mittels der NF-Aufzeichnungsfunktion im HDSDR bzw. mit Audacity über den Line-In-Eingang des Rechners der Daten-Ausgang des FT-857D über ein galvanisches Trennglied. Die jeweils aufgezeichneten Audiofiles (Mono-Aufnahmen) wurden mit Audacity auf -3 dB normalisiert, sonst wurden keinerlei Veränderungen vorgenommen.

Der erste Test war ein CQ-Ruf von F5POJ, welcher auf dem 15m-Band aufgenommen wurde. Das Signal war relativ schwach aufzunehmen (mit S1) und zeigt hier die Qualitäten der einzelnen Empfänger bei Signalen “an der Grasnarbe”. Beide Empfänger waren in der Betriebsart “CW” eingestellt, wobei beide jeweils mit einem 300 Hz Filter konfiguriert waren (beim FT-857D war dies ein nachgerüsteter Quarz-Filter, beim Pappradio entsprechend im HDSDR die eingestellte Durchlasskurve).

FT-857D:

F5POJ_FT857D_20120203_164006Z_21011kHz

Pappradio:

F5POJ_HDSDR_20120203_164006Z_21011kHz_AF

Man erkennt, dass beide sehr mit dem Signal zu kämpfen haben, wobei ich finde, das Rufzeichen über den FT-857D etwas deutlicher hören zu können. Ähnlich ist es bei der nachfolgenden Aufnahme, bei der zugegeben wenig Signal und viel Rauschen zu hören ist, als HK0NA auf 28024 kHz zurückfragte, welche ON3-Station anrief. Hier könnte man jedoch dazu neigen, dem Pappradio einen besseren Empfang zuzusprechen:

FT-857D:

HK0NA_FT857D_20120203_173020Z_28024kHz

Pappradio:

HK0NA_HDSDR_20120203_173020Z_28024kHz_AF

Die Unterschiede sind wirklich fein, im Grunde eine Geschmackssache.

Kommen wir doch einfach mal zu etwas stärkeren Signalen – diesmal in SSB mit 2,7 kHz Filterbandbreite. Es ruft CQ 80m DD1JD:

FT-857D:

DD1JD_FT857D_20120203_223206Z_3753kHz

Pappradio:

DD1JD_HDSDR_20120203_223206Z_3753kHz_AF

Bei beiden Empfängern handelte es sich hier um ein 59-Signal und bei beiden Empfängern kann man eigentlich nicht meckern. Das Pappradio klingt ein wenig voller (weil hier die Filterkurve nicht ganz exakt so lag wie beim FT-857D), was aber kein Nachteil ist. Aber auch der FT-857D liefert ein gut verständliches Signal ab.

Wenden wir uns nun einmal dem AM-Rundfunk zu. Hier hatte ich einen Ausschnitt aus dem englischsprachigen Programm von KBS World aufgezeichnet, wobei ich beim Pappradio das komplette Signal in seiner Bandbreite von 10 kHz (also 5 kHz NF-Bandbreite) durch den Filter lies, der FT-857D brachte hier leider wegen seines fest eingebauten AM-Filters leider nur 6 kHz (also 3 kHz NF) mit, aber hören wir uns die beiden Ergebnisse einfach mal an:

FT-857D:

KBS_FT857D_20120203_222056_3955kHz

Pappradio:

KBS_HDSDR_20120203_222056Z_3955kHz_AF

Beide Signale waren mit S9+20 dB mittelstarke Vertreter der Radiobranche und bis auf die NF-Bandbreite, die beim Pappradio zu einem wesentlich ausgewogenerem Signal führt, kann man keinerlei Unterschiede in den Empfängern feststellen. Beide haben hier und da mit einbrechenden Signalen zu kämpfen (bedingt durch Fading), beide liefern aber einen sauberen und hörenswerten Empfang ab.

Ganz ähnlich sieht es mit einem Lokalsender auf der Mittelwelle aus. Auf 1422 kHz strahlt der Sender Heusweiler, welcher gerade mal ca 14km Luftlinie von mir entfernt angesiedelt ist, das Programm des Deutschlandfunks aus. Hier ein Mitschnitt der Presseschau:

FT-857D:

DLF_FT857D_20120203_225347Z_1422kHz

Pappradio:

DLF_HDSDR_20120203_225347Z_1422kHz_AF

Auch bei diesen beiden Mitschnitten ist, bis auf die merklich geringere Audiobandbreite beim FT-857D, kein Unterschied zu spüren. Beide Empfänger waren übrigens mit S9+50 dB sehr lautstark vertreten.

Fazit:

Was bleibt mir zum Schluss zu sagen? Nun: Beide Empfänger haben sicherlich ihre Schwächen und Stärken und sind für ihr Preissegment, der Unterklasse, dennoch recht brauchbare Empfänger. Bei schwachen Signalen in CW hat man jedoch mit dem Pappradio, dank einiger Schmankerl, die noch im HDSDR schlummern, die besseren Karten, da man, was hier jetzt nicht gezeigt wurde, doch noch ein wenig mehr aus dem Rauschen hervorzaubern kann, als mit dem FT-857D.

Vielleicht konnte ich mit diesem Test die Skeptiker solcher Billig-SDRs von deren Leistungsfähigkeit ein wenig überzeugen oder ihnen zumindest zeigen, dass das Pappradio mindestens mal mit einem günstigen Allmode-TRX mithalten kann.

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Antennensplitter selbstgebaut

Posted by: DG9VH  :  Category: Technik

Vor kurzem habe ich mir einen Antennensplitter selbst gebaut, weil ich vor folgendem Grundproblem stand: Ich habe 2 Kurzwellen-Empfänger und möchte diese zeitgleich(!) an ein und der selben Antenne betreiben. Das Problem ist ja, dass die Antenneneingänge impedanzgleich an die Antenne angekoppelt werden wollen und das Ganze nach Möglichkeit bei um die 50 Ohm.

Ein wenig Recherche im Internet brachte mich auf einen Artikel von John Bryant und Bill Bowers, den die beiden vor gut 7 Jahren, nämlich am 31. Januar 2005,  bei DXInfo veröffentlichten. Hier gibt es das Ganze auch druckfreundlich als PDF.

Ich habe für den Aufbau bei mir ein wenig variiert und nicht den im Artikel genannten Ringkern, sondern einen aus grünem “43er”-Material von Amidon (die Unterschiede in den einzelnen Materialien kann man unter http://www.amidon.de/contents/de/d557.html sehr schön sehen) genommen. Ansonsten nahm ich zum Bewickeln 1.5 mm² Litze.

Das Endergebnis des bewickelten Ringkerns verbaute ich dann in ein Alu-Gehäuse und versah dieses mit 3 PL-Anschlussbuchsen. Meßtechnisch habe ich den Splitter jetzt noch nicht behandeln können, jedoch im praktischen Betrieb zeigt sich, dass er funktioniert und gegenüber der direkt an einem Empfänger angeschlossenen Antenne kaum eine nennenswerte Dämpfung einfließt. Das S-Meter des FT-857D zeigt in beiden Fällen gleiche S-Werte an.

 

Nun kann ich endlich den längst geplanten direkten Vergleich zwischen dem Empfänger des FT-857D und meinem Pappradio machen :-)

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DRM ist tot? Nicht ganz – DRM Mix is on the Air!

Posted by: DG9VH  :  Category: Technik

Wer dachte, dass der digitale Kurzwellenrundfunk DRM in seinen letzten Atemzügen liegt, dem gibt Spaceline.bg mit seinem DRM Mix am Samstag ein Gegenargument. In der Zeit zwischen 18:00 und 21:00 UTC, also 19:00 und 22:00 Uhr MEZ (Winterzeit) wird für die nächsten Monate eine Testausstrahlung verschiedenster Sendeinhalte präsentiert. Jeweils in 30 Minuten langen Slots präsentieren sich die Radiosender nach folgendem Sendeplan:

18:00 – 18:30 The mighty KBC
18:30 – 19:00 AWR Wavescan
19:00 – 19:30 BBC
19:30 – 20:00 Ask WWCR
20:00 – 20:30 TWR
20:30 – 21:00 HCJB

Wer also einen DRM-fähigen Empfänger (oder ein SDR) sein Eigen nennt, dem sei einfach mal die Frequenz 7590 kHz samstags zwischen 18 und 21 UTC ans Herz gelegt. Wer mehr zu dem Thema DRM Mix lesen möchte, dem sei der Artikel bei DX Aktuell empfohlen. Dort findet man noch weitere Links, die man sich mal anschauen sollte.

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Fast ein Jahr: Das Pappradio im täglichen Einsatz

Posted by: DG9VH  :  Category: Technik

Jetzt habe ich seit fast genau einem Jahr mein Pappradio im Einsatz und bin nach wie vor mit dem Teil zufrieden wie am ersten Tag. Die Haupteinsatzgebiete bei mir sind neben dem Empfang des analogen Rundfunks auf der Kurzwelle der DRM-Empfang sowie der Empfang des Amateurfunkbetriebs. Mittlerweile setze ich HDSDR in der Version 2.11 ein, welches dank eingebauter Kalibrierfunktion, den Frequenzversatz auf einem Maß von maximal 2 Hz hält. Wichtig hierbei natürlich, dass man das Pappradio an einer frequenzstabilen und -genauen Referenz kalibriert.

Da ich selbst ja auch Funkamateur bin und hier im Hause noch ein weiterer sehr aktiver Funkamateur lebt, ist es mein Vorteil, dass hier im Haus ein 10 MHz Frequenznormal (GPS stabilisiert) seinen Dienst tut, an dem sich natürlich das Kalibrieren wesentlich einfacher vornehmen lässt, als z.B. an einem Radiosender, dessen Frequenzgenauigkeit man leider ja nicht kennt sondern bei dem man “nur davon ausgehen kann”, dass er auf seiner Sollfrequenz sendet.

Leider ist es im Laufe der Zeit immer mehr zu einem Abbau der Aktivitäten im Bereich DRM gekommen. So findet man in den heutigen Sendeplänen teilweise noch Stationen gelistet, die jedoch in den vergangenen Wochen den Sendebetrieb in DRM eingestellt haben und die wohl 2012 auch aus den Plänen verschwinden werden. Irgendwie habe ich bezogen auf die digitale Kurzwelle ein ganz komisches Bauchgefühl, was mir sagt, dass die Entwicklungen in dieser Richtung in weniger schöne Richtungen laufen werden.

Nun, warten wir es ab und schauen positiv in die Zukunft. Ich für meinen Teil werde der kurzen Welle solange treu bleiben, wie hier ordentliche Signale und Programme zu empfangen sind. Das ist wohl mal sicher.

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Die neue Welt des Rundfunks nun auch bei mir

Posted by: DG9VH  :  Category: Technik

Seit 1.8. diesen Jahres (also noch taufrisch) ist er “on Air” – der digitale Rundfunk im DAB+-Standard. Seit 2.8. hat sich diese neue Technik auch bei mir zu Hause eingefunden – seit diesem Tag bin ich im Besitz eines Albrecht DR315 Internet/DAB/DAB+/UKW-Radios.

An dieser Stelle will ich nun meine ersten Erfahrungen mit dem Gerät selbst und dem neuen Übertragungsstandard mitteilen.

Zunächst einmal ein paar Rahmeninformationen: Ich wohne im Saarland, wie man ja weiß. Jetzt ist es sicherlich interessant zu wissen, welche Sender hier überhaupt per DAB/DAB+ empfangbar sind. Einen Überblick hierüber erhält man unter nachfolgendem Link: http://www.ukwtv.de/sender-tabelle/DAB/Deutschland/Saarland.htm.

Doch zurück zum Albrecht DR315:

Das Gerät selbst überzeugt zunächst rein optisch durch sein retro-angehauchtes Design und seinen sehr klaren Aufbau. Die Anordnung der Bedienelemente ist logisch und man kann das Gerät eigentlich recht intuitiv bedienen. Es gibt sogar eine IR-Fernbedienung, die es ermöglicht, das Radio zu nutzen, ohne wirklich den Sessel verlassen zu müssen.

Die erste Inbetriebnahme:

Wenn man das Gerät das erste Mal einschaltet beginnt ein assistentengestützes Installationsprozedere, bei dem zunächst ein Scan über den DAB/DAB+-Frequenzbereich durchgeführt wird und hier die Sender eingefangen werden, die empfangbar sind. Anschließend möchte das Gerät ans Internet angebunden werden. Da ich lokal ein geschütztes WLAN nutze, wählte ich hier den eleganten Weg, das Radio auch per WLAN zu betreiben. Entgegen vieler Foreneinträge empfand ich das Prozedere weniger verwirrend und unlogisch. Entweder hat man hier in der Firmware mächtige Veränderungen vorgenommen (was ich nicht glaube) oder es ist einfach so, dass ich als Funkamateur technisch im Vorteil bin. Wie auch immer.

Das Radio sucht also bei der Einbindung zunächst die zur Verfügung stehenden WLAN-Router ab, präsentiert diese in einer Liste, aus der man sich den gewünschten Router (seinen eigenen logischerweise) heraussuchen kann (durch drehen des Tune-Knopfes selektieren und mit Druck auf selbigen Knopf das WLAN auswählen). Im Anschluss wird man nach dem WLAN-Passwort gefragt. Hier ist die Eingabe des Passwortes ähnlich einfach (wenn auch ein wenig aufwändig): Man dreht am Tune-Knopf, um den passenden Buchstaben oder die passende Ziffer zu selektieren und übernimmt durch Druck auf den Tune-Knopf das ausgewählte Zeichen in das Passwort. Mit der Auswahl von “ok” bestätigt man das Passwort und das Radio übernimmt die Einstellungen und bucht sich im Netz ein.

Tatsächlich werden Netzwerkaktivitäten nur vorgenommen, wenn entweder ein Firmware-Update angestoßen wird oder eben die Internet-Radio-Funktion (oder der integrierte Medienplayer) gestartet wird. Im “normalen” DAB-Modus ist das WLAN quasi deaktiv.

Empfangsqualität:

Was die Fähigkeiten des Empfängers angeht, kann ich jetzt aufgrund der Versorgungssituation auf meiner Seite nur sagen, dass ich alle DAB/DAB+-Sender in bester Signalstärke empfange, wenn die Antenne komplett ausgezogen ist. Im Grunde kann man die Antenne an meinem Standort auch weitgehend einfahren und senkrecht aufrichten – die Empfangsstärke vermindert sich hier nur um 1-2 Punkte (was zu keinen Veränderungen des Empfangs führt). Sieht aber optisch finde ich “doof” aus. Teleskopantennen gehören optisch einfach komplett ausgezogen :-)

Was den UKW-Empfang angeht, ist der Empfänger nicht wirklich der Hit, braucht er aber auch nicht, da die Sender, die ich im UKW hören würde, ebenfalls per DAB/DAB+ ausgestrahlt werden bzw. auch per Internet-Radio empfangbar wären. Der Empfang von Internet-Radiosendern ist ebenfalls problemlos möglich, wenn auch hier seltsamerweise in den Lautsprechern in den Sprechpausen ein Knacken hörbar ist (über Kopfhörer wiederum nicht). Mich störts jetzt nicht, weil bei Musikprogrammen das Knacken nicht hörbar ist und ich Sprach-Sender überwiegend gerne auch mit Kopfhörer genieße.

Klang:

Die Wiedergabequalität über die beiden eingebauten, nach oben abstrahlenden 5 W-Lautsprecher kann man als gut bezeichnen. Klar ist, dass über zwei direkt nebeneinander liegende Lautsprecher kein rechtes Stereo-Feeling entstehen mag, aber der Klang selbst ist an sich gut. Auch das Klangbild an sich würde ich mit “rund und ausgewogen” umschreiben wollen (immer in Relation zur Lautsprechergröße betrachtet). Betreibt man einen Kopfhörer (in meinem Fall einer der 20/30-Euro-Preisklasse) am Radio, kann man hier wirklichen Stereo-Genuss erhalten und merkt auch ganz deutlich, dass das Radio an sich mehr kann, als die Lautsprecher von sich geben wollen.

Fazit:

Für ca. 150 Euro erhält man mit dem Albrecht DR315 ein breit gefächertes Radiogerät, was man ohne zu Lügen als “Allrounder” bezeichnen kann, der zukunftssicher einen Radiogenuss über die Abschaltung des UKW-Analog-Rundfunks hinaus sicherstellen dürfte. Internet-Radios werden in den Formaten MP3, WMA und Realaudio unterstützt – was wohl ebenfalls eine große Breite an möglichen Sendern bereithält.

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