Netzauslastung RSPdx

Der SDRplay RSPdx – ein erster Eindruck

Ich habe zum Geburtstag dieses Jahr (wenige Tage her) von meiner Frau einen SDRplay RSPdx geschenkt bekommen. Diesen habe ich nun einige Tage schon in Verwendung und bin sichtlich begeistert. Wer sich für das Gerät interessiert und hier nun eine Abhandlung über die technischen Daten erwartet, ist leider falsch. Dazu gibt es diverse Videos bei Youtube, von denen ich hier mal eine kleine Auswahl verlinke:

Dennoch möchte ich den RSPdx einmal kurz in eigenen Worten vorstellen: Es handelt sich hier um die neueste Generation der SDRs von SDRplay, welcher, wie die Vorgänger, eine Auflösung von 14 bit besetzt und dessen single RX sein Antennensignal über 3 verschiedene Antenneneingänge bekommen kann: Zwei SMA-Eingänge, bei denen beide das komplette Spektrum von 1 kHz bis 2GHz liefern, der Eingang B zusätzlich über ein „Bias-T“ eine Speisespannung von 5 V für Verstärkerschaltungen an der Antenne bereitstellen kann. der Antenneneingang C hingegen ist ein BNC-Eingang mit einem Frequenzbereich von 1 kHz bis 200 MHz, damit also eher für die Kurzwelle und 2m geeignet.

Der RSPdx liefert, wie seine Vorgänger auch, eine maximale Bandbreite von 10 MHz Spektrum im Wasserfall, was je nach Anwendungsfall massiv zu viel ist, hi… aber schön, wenn man es kann… diese 10 MHz kann man allerding sinnvoll nur bei direktem Anschluss des Gerätes an den Rechner, auf dem die SDR-Software läuft, nutzen, da über das LAN (wenn man ihn wie ich abgesetzt über einen Raspberry Pi betreibt) die Netzwerkbandbreite, die man benötigt, massiv die Fähigkeiten einer 100 MBit/s-Verkablung übersteigt.

Ich selbst betreibe den SDR gerne mit einer Bandbreite von 250 kHz, was mir genügend Bandbreite anzeigt und auch die Signale im HDSDR noch breit genug erscheinen, um hier was zu sehen:

HDSDR beim Empfang von Radio Romania International

Ich habe bei der Gelegenheit auch mal die Bandbreite gemessen, die auf dem Raspi anfällt und übers Netz transportiert werden muss (bei 250 kHz):

Netzauslastung RSPdx
Netzauslastung auf dem Raspberry Pi

Wie man an der rot umrahmten Zeile erkennen kann, liefert der Raspberry Pi (hier betrachtet man nun die 3 Spalten rechts) ca. 7 bis 8 Megabit/Sekunde… der erste Wert gibt den Wert der vergangenen 2 Sekunden, der zweite Wert die vergangenen 10 Sekunden und der dritte die vergangenen 40 Sekunden an. Das ist schon einigermaßen viel Holz.

Schaltet man nun um auf 1 MHz Bandbreite steigt das Ganze erwartungsgemäß an, nämlich auf etwas mehr als das 4-Fache:

Netzauslastung bei 1 MHz Bandbreite

Hier sieht man schön, dass wir uns nun bei ca. 29 Megabit/Sekunde treffen, also grob das 4-Fache von oben. Wer also die kompletten 10 MHz über das Netz transportieren will, wird ein performantes Gigabit-Netzwerk benötigen, wobei hier dann auch die Frage gestellt sein darf, ob der verwendete Raspberry Pi entsprechend mit einem Gigabit-Interface ausgestattet ist.

Was die Empfindlichkeit des Systems angeht, kann ich mich nicht beschweren. Ich habe ja bereits in den vergangenen Tagen einige Videos gepostet, die hier lokal empfangene Radiostationen zeigen.

Als vorläufiges Fazit lässt sich sagen, dass ich die Anschaffung nicht bereue 🙂

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