Was war, was wird? Sylvester 2017

Hallo euch allen. Das Jahr 2016 war ein sehr ereignisreiches. Viele Dinge sind neu geschaffen worden, viele Projekte haben Fahrt aufgenommen und sind „groß geworden“. Andere Dinge haben sich wieder einmal dahingehend versteift, dass selbst dem letzten klar sein sollte: Da wird nix mehr draus.

Fangen wir mal an: Beim Tytera MD-380 (und den verwandten Geräten MD-390 jeweils ohne oder mit GPS) wurde durch Travis Goodspeed, KK4VCZ, und ein Team um ihn herum die Firmware gehackt und in weiterer Folge selbige um sehr nützliche Funktionen erweitert. Unter https://github.com/travisgoodspeed/md380tools kann man die Früchte der Arbeit sehen, herunterladen und selbst einsetzen.

Leider hat das Projekt kurz vor Weihnachten einen herben Schlag erlitten, indem einer der kreativen Köpfe, Alex, DF8AV, für immer die Tastatur beiseite legte… wir alle Trauern um ihn, war er doch mit einer der ersten Stunde und hat stets das Projekt mit seinen Ideen weiter gebracht.

Alex – wir werden dich vermissen!


Andere Projekte, wie z.B. das MMDVM-Projekt von Jonathan, G4KLX, ebenfalls bei Github zu finden haben sich prächtig weiterentwickelt. So hat Jonathan mit seinem Team aus vielen freiwilligen Helfern es geschafft, dem digital voice-Segment die Möglichkeit des Selbstbaus zu geben! Es können nun mit relativ überschaubaren Mitteln Repeater und Hotspots für DMR, DSTAR, C4FM und P25 gebaut und betrieben werden.


Gerade bezogen auf das MMDVM-Projekt bin ich mit meinem eigenen Dashboard für Repeater und YSFReflektoren aktiv geworden. Auch dieses Projekt ist bei github zu finden.


Ein Thema, was im vergangenen Jahr zu gleicher Zeit noch ganz positiv aussah, ist die Verbindung zweier DMR-Netze, namentlich das DMRplus-Netz und das BrandMeister-Netz. Was in den ersten Januartagen funktionierte, wurde nach kurzem Test wieder eingestellt, um in einem erneuten Versuch nach der HAMRADIO wieder eingestellt zu werden. Die Mentalitäten zwischen den Netzen sind schlicht zu verschieden, die Nutzergruppen respektieren sich nicht gegenseitig, also macht es wohl eher Sinn, diesen Gedanken für die nächste Zeit gänzlich zu verdrängen.


Für mich hat das Jahr 2016 mich in die Rolle des „Dienstleisters“ gebracht: Ich betreibe seit Mitte des Jahres zwei YSFReflektoren für die G4KLX-MMDVM-Welt, auf gleichem Server noch einen XLX-Server (XLX400) und einen DMR-Master (DL-Saar). Alle Systeme laufen gut, stören sich nicht gegenseitig und werden auch in 2017 weiter betrieben werden – ohne auf Spenden oder zutun anderer angewiesen zu sein!


Was wird 2017 für mich im Amateurfunk bringen? Ich weiß es noch nicht genau, jedoch werde ich wieder verstärkt auf der Kurzwelle aktiv werden. Wer mein Logbuch anschaut, hat schon im Dezember erste Aktivitätssteigerungen in diesem Segment wiedererkennen können.

Unser Ortsverband Völklingen, Q05,  wird im Jahr 2017 mit einem Sonder-DOK (60Q05) sowie einer Sonderstation DR60VKL die Bänder aktivieren. Wir feiern unser 60-jähriges Bestehen.

Ebenfalls 60 Jahre alt wird das Bundesland Saarland, was der Distrikt Saar ebenfalls mit einem Sonder-DOK (60SAL) und einer Sonderstation DR60SAL feiert.

Je nach dem, wie sich für mich die Gelegenheiten ergeben, werde ich mit der ein oder anderen Sonderstation ebenfalls qrv sein. Die Wahrscheinlichkeit für die Station des eigenen OVs ist hier natürlich größer.


Zum Abschluss möchte ich allen, die mich im Jahr 2016 bezogen auf verschiedene Dinge rund um den MMDVM-Repeater, das Dashboard oder anderen Zusammenhängen unterstützt haben, danken. Allen wünsche ich noch einen angenehmen und erfolgreichen sowie mit viel Gesundheit bestückten Start ins Jahr 2017

Euer Kim

DG9VH

Ruhig geworden im Blog

… ist es. Das dürften einige festgestellt haben. Der Grund liegt nicht darin, dass ich bezogen auf den Amateurfunk kürzer getreten bin, sondern eher in der anderen Richtung: Durch diverse Dinge zu Gusten des Amateurfunk bin ich nicht mehr so recht dazu gekommen, mehr als nur die routinemäßigen Wartungsarbeiten am Blog zu machen.

Da gibt es aktuell mehrere Projekte, die mich zeitlich binden und die Zeit auffressen. Zum einen ist das der Support der beiden Dashboards für den MMDVMHost bzw. dem YSFReflector, wie auch die Unterstützung verschiedener solcher Installationen, die die Zeit beansprucht.

Dann ist da noch die experimentelle Firmware für das Tytera MD-380, deren Support ebenfalls ein wenig meine Zeit vertreibt.

Ende diesen Monats (also am 24.09.2016) findet dann noch der Distrikt-Service-Tag der Distrikte Saar und Rheinland-Pfalz statt, wo ich auch im Hintergrund ein klein wenig was mitwirke.

Also man sieht, ich bin nicht untätig so generell betrachtet, habe nur keine Zeit, darüber zu berichten 🙂

Der erste deutsche YSFReflector ist online

Anfang des Monats ist er Online, der erste deutsche YSFReflector füür MMDVM basierende Eigenbau-Repeater. Dieser Reflektor ist zur Vernetzung der MMDVM-Repeater im YSF/C4FM-Modus gedacht und bereits in der Hosts-Datei des YSFGateways von G4KLX (Bestandteil der YSFCLients).

Dieses Gateway installiert man einfach zusätzlich mit auf den Rechner, auf dem der MMDVMHost läuft.  Nach entsprechender Konfiguration und Start des Gateways kann mittels eines C4FM-Funkgerätes der Wires-X-Mode aktiviert werden und die Reflektorenliste abgerufen werden. Dort findet man den Reflektor als GermanyYSF.

Der Reflektor hat natürlich auch eine Website, die unter www.ysfreflector.de abrufbar ist.

Wer also einen MMDVM-Repeater betreibt und den Yaesu System Fusion-Mode noch nicht aktiviert hat, weil er bisher immer davon ausging, dass nur lokale Verbindungen möglich seien, der hat nun einen Grund, diesen zu aktivieren.

Neues von der experimentellen Firmware für Tytera MD-380 / Retevis RT-3

Seit Anfang des Jahres ist es ja publik, dass die Firmware der Tytera MD-380 bzw. Retevis RT-3 DMR-Handfunkgeräte „gehackt“ wurde, und nun Erweiterungen im Funktionsumfang vorgenommen wurden.

An dieser Stelle möchte einfach nur mal kurz auf die bisherigen Entwicklungen Hinweisen, ohne jedoch näher darauf eingehen zu wollen. Wer mehr Details erfahren möchte, dem sei das Github-Repository mit seinen Readme-Dateien empfohlen.

Doch nun einfach mal zu den Funktionen, die direkt am Funkgerät sichtbar sind:

Es ist ein neues Untermenü „md380tools“ im Menüpunkt „Utilities“ hinzu gekommen, der folgende Menüpunkte derzeit beheimatet:

  • M. RogerBeep
  • Date format
  • UsersCSV
  • Debug
  • Promiscuous
  • Edit DMR-ID
  • Mic bargraph
  • Experimental

Die einzelnen Funktionen, die hier dahinterstecken, sind wie gesagt den Readme-Dateien bzw. meinem Wiki zu entnehmen.

Ferner bieten die im Github befindlichen Python-Tools diverse Möglichkeiten, das Gerät im Betrieb über Debug-Ausgaben zu untersuchen bzw. unter Linux den Codeplug ins Gerät einzuspielen.

Wer sich die Firmware auf seinem Gerät anschauen möchte (Hinweis: Das Aufspielen einer Firmware, die nicht vom Hersteller stammt, verletzt die Garantiebedingungen!), dem sei die „Digital Voice“-Seite des Distriktes Saar empfohlen. Dort findet man unten immer eine relativ aktuelle ZIP-Datei mit einer aktuellen Firmware-Version und dem Flash-Tool zum Firmware-Update.

Bei Fragen, Problemen und Anregungen gibt es eine eigene Google-Gruppe, die für Supportanfragen gedacht ist und aus der dann entsprechende Tickets im Github erstellt werden, falls hier tatsächlich bedarf besteht. Die Gruppe ist unter https://groups.google.com/forum/#!forum/md380tools zu finden.

Erste Schritte mit dem MMDVMHost

Die ersten Tage war ich mit meinem DVMEGA-Modul und der BlueSpot-App unter Android unterwegs (siehe hier). Jetzt ist hier bei mir die Sache dahingehend gewandelt, dass ich jetzt seit ca. einer Woche den MMDVMHost von G4KLX nutze. Was lässt sich vorläufig und kurzfristig hierzu sagen? Nun:

Die Sache funktioniert ufb. Die Verbindungsqualität im DMR ist berauschend gut, um Klassen besser als mit dem DV4mini und die Nutzung per Funkgerät auf der Luft-Schnittstelle unterscheidet sich (bis auf die fehlende Unterscheidung zwischen TS1 und TS2) durch nichts von der auf einem Repeater, wie man so hört. Ich selbst kann es leider nicht beurteilen, da ich noch nie auf einem nativen Brandmeister-Server eingestiegen bin.

Wie ich meine Konfiguration vorgenommen habe, habe ich in einer Wiki-Seite veröffentlicht, die man hier abrufen kann.

Erste Schritte mit BlueSpot, BlueStack und dem DVMEGA RPI RADIO-Modul

Heute kam es man, das anfangs der Woche in den Niederlanden bestellte BlueStack-Modul. Natürlich habe ich es umgehend mit dem bereits vorhandenen, aber bisher in einem Raspberry Pi als D-STAR-Hotspot verbautem, DVMEGA RPI RADIO-Modul verheiratet. Ebenso schnell war die passende App BlueSpot aus dem Google Play Store installiert. Nach einer kurzen Konfigurationsphase lief die Sache dann auch:

BlueSpot Version 1.0.36
BlueSpot Version 1.0.36

Nach kurzer Fehlersuche, worin Aussetzer bzw. komplett fehlender Ton bei meinen Aussendungen begründet lagen – es zeigte sich, dass die Anbindung des Android-Phones per WLAN nicht stabil genug für den Betrieb war, also war ein Umschwenken auf UMTS die Lösung – gingen erste D-STAR QSOs vollkommen problemlos!

Nachmittags geführte DMR-QSOs waren sogar unproblematisch mit der wackeligen WLAN-Anbindung drin! Achja, zu DMR sei an dieser Stelle vorneweg schon mal eines gesagt: Aktuell(!) sind DMR-Verbindungen ausschließlich ins Brandmeister-Netz möglich – eine Nutzung des Homebrew-Protokolls für DMR-Repeater im DMRplus-Netz ist aktuell wohl aus Netzseite her gesperrt.  Evtl. ist hier zukünftig mit einer Freischaltung und Veröffentlichung aktueller Spezifikationen zu rechnen. Jedoch gilt hier: Nichts genaues weiß man nicht!

BlueStack mit DVMEGA RPI RADIO-Modul
BlueStack mit DVMEGA RPI RADIO-Modul

Den Bluestack speise ich aktuell übrigens mit einem Powerpack. Ohne jetzt den Stromverbrauch selbst gemessen zu haben (wird evtl. mal demnächst noch kommen) vertrauen wir hier mal den Herstellerangaben, die da sagen, dass eine Speisung aber auch aus dem USB-Port eines Rechners wie auch über ein Steckernetzteil mit Micro-USB-Anschluss möglich wäre.

Supportseitig muss ich David – PA7LIM an dieser Stelle mal sehr lobend hervorheben! Auf meine englischsprachige Supportanfrage antwortete er binnen wenigen Minuten in einem sehr freundlichen, ausführlichen Tonfall. Er zeigte sich auch sehr interessiert an Kontakten zum DMRplus-Entwicklerteam. Ich hoffe ihm an dieser Stelle irgendwie helfen zu können.

Unter dem Strich, wenn DMRplus irgendwann einmal integriert ist, könnte diese Lösung eine ideale Lösung für den Urlaub darstellen, da sie außer den beiden kleinen Platinen und einem Android-Handy mit Daten-Anbindung keine weitere Hardware wie z.B. Raspberry Pi oder dergleichen benötigt. Mit dem Manko, dass aktuell nur das Brandmeister-Netz nutzbar ist, sieht die Sache ein wenig trauriger aus. Im Brandmeister-Netz ist ja, was deutschsprachige QSO-Partner angeht, noch nicht so viel zu reißen.

Dinge aus der Welt des Amateurfunks

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen