Ruhig geworden im Blog

… ist es. Das dürften einige festgestellt haben. Der Grund liegt nicht darin, dass ich bezogen auf den Amateurfunk kürzer getreten bin, sondern eher in der anderen Richtung: Durch diverse Dinge zu Gusten des Amateurfunk bin ich nicht mehr so recht dazu gekommen, mehr als nur die routinemäßigen Wartungsarbeiten am Blog zu machen.

Da gibt es aktuell mehrere Projekte, die mich zeitlich binden und die Zeit auffressen. Zum einen ist das der Support der beiden Dashboards für den MMDVMHost bzw. dem YSFReflector, wie auch die Unterstützung verschiedener solcher Installationen, die die Zeit beansprucht.

Dann ist da noch die experimentelle Firmware für das Tytera MD-380, deren Support ebenfalls ein wenig meine Zeit vertreibt.

Ende diesen Monats (also am 24.09.2016) findet dann noch der Distrikt-Service-Tag der Distrikte Saar und Rheinland-Pfalz statt, wo ich auch im Hintergrund ein klein wenig was mitwirke.

Also man sieht, ich bin nicht untätig so generell betrachtet, habe nur keine Zeit, darüber zu berichten 🙂

Der erste deutsche YSFReflector ist online

Anfang des Monats ist er Online, der erste deutsche YSFReflector füür MMDVM basierende Eigenbau-Repeater. Dieser Reflektor ist zur Vernetzung der MMDVM-Repeater im YSF/C4FM-Modus gedacht und bereits in der Hosts-Datei des YSFGateways von G4KLX (Bestandteil der YSFCLients).

Dieses Gateway installiert man einfach zusätzlich mit auf den Rechner, auf dem der MMDVMHost läuft.  Nach entsprechender Konfiguration und Start des Gateways kann mittels eines C4FM-Funkgerätes der Wires-X-Mode aktiviert werden und die Reflektorenliste abgerufen werden. Dort findet man den Reflektor als GermanyYSF.

Der Reflektor hat natürlich auch eine Website, die unter www.ysfreflector.de abrufbar ist.

Wer also einen MMDVM-Repeater betreibt und den Yaesu System Fusion-Mode noch nicht aktiviert hat, weil er bisher immer davon ausging, dass nur lokale Verbindungen möglich seien, der hat nun einen Grund, diesen zu aktivieren.

Neues von der experimentellen Firmware für Tytera MD-380 / Retevis RT-3

Seit Anfang des Jahres ist es ja publik, dass die Firmware der Tytera MD-380 bzw. Retevis RT-3 DMR-Handfunkgeräte „gehackt“ wurde, und nun Erweiterungen im Funktionsumfang vorgenommen wurden.

An dieser Stelle möchte einfach nur mal kurz auf die bisherigen Entwicklungen Hinweisen, ohne jedoch näher darauf eingehen zu wollen. Wer mehr Details erfahren möchte, dem sei das Github-Repository mit seinen Readme-Dateien empfohlen.

Doch nun einfach mal zu den Funktionen, die direkt am Funkgerät sichtbar sind:

Es ist ein neues Untermenü „md380tools“ im Menüpunkt „Utilities“ hinzu gekommen, der folgende Menüpunkte derzeit beheimatet:

  • M. RogerBeep
  • Date format
  • UsersCSV
  • Debug
  • Promiscuous
  • Edit DMR-ID
  • Mic bargraph
  • Experimental

Die einzelnen Funktionen, die hier dahinterstecken, sind wie gesagt den Readme-Dateien bzw. meinem Wiki zu entnehmen.

Ferner bieten die im Github befindlichen Python-Tools diverse Möglichkeiten, das Gerät im Betrieb über Debug-Ausgaben zu untersuchen bzw. unter Linux den Codeplug ins Gerät einzuspielen.

Wer sich die Firmware auf seinem Gerät anschauen möchte (Hinweis: Das Aufspielen einer Firmware, die nicht vom Hersteller stammt, verletzt die Garantiebedingungen!), dem sei die „Digital Voice“-Seite des Distriktes Saar empfohlen. Dort findet man unten immer eine relativ aktuelle ZIP-Datei mit einer aktuellen Firmware-Version und dem Flash-Tool zum Firmware-Update.

Bei Fragen, Problemen und Anregungen gibt es eine eigene Google-Gruppe, die für Supportanfragen gedacht ist und aus der dann entsprechende Tickets im Github erstellt werden, falls hier tatsächlich bedarf besteht. Die Gruppe ist unter https://groups.google.com/forum/#!forum/md380tools zu finden.

Erste Schritte mit dem MMDVMHost

Die ersten Tage war ich mit meinem DVMEGA-Modul und der BlueSpot-App unter Android unterwegs (siehe hier). Jetzt ist hier bei mir die Sache dahingehend gewandelt, dass ich jetzt seit ca. einer Woche den MMDVMHost von G4KLX nutze. Was lässt sich vorläufig und kurzfristig hierzu sagen? Nun:

Die Sache funktioniert ufb. Die Verbindungsqualität im DMR ist berauschend gut, um Klassen besser als mit dem DV4mini und die Nutzung per Funkgerät auf der Luft-Schnittstelle unterscheidet sich (bis auf die fehlende Unterscheidung zwischen TS1 und TS2) durch nichts von der auf einem Repeater, wie man so hört. Ich selbst kann es leider nicht beurteilen, da ich noch nie auf einem nativen Brandmeister-Server eingestiegen bin.

Wie ich meine Konfiguration vorgenommen habe, habe ich in einer Wiki-Seite veröffentlicht, die man hier abrufen kann.

Erste Schritte mit BlueSpot, BlueStack und dem DVMEGA RPI RADIO-Modul

Heute kam es man, das anfangs der Woche in den Niederlanden bestellte BlueStack-Modul. Natürlich habe ich es umgehend mit dem bereits vorhandenen, aber bisher in einem Raspberry Pi als D-STAR-Hotspot verbautem, DVMEGA RPI RADIO-Modul verheiratet. Ebenso schnell war die passende App BlueSpot aus dem Google Play Store installiert. Nach einer kurzen Konfigurationsphase lief die Sache dann auch:

BlueSpot Version 1.0.36
BlueSpot Version 1.0.36

Nach kurzer Fehlersuche, worin Aussetzer bzw. komplett fehlender Ton bei meinen Aussendungen begründet lagen – es zeigte sich, dass die Anbindung des Android-Phones per WLAN nicht stabil genug für den Betrieb war, also war ein Umschwenken auf UMTS die Lösung – gingen erste D-STAR QSOs vollkommen problemlos!

Nachmittags geführte DMR-QSOs waren sogar unproblematisch mit der wackeligen WLAN-Anbindung drin! Achja, zu DMR sei an dieser Stelle vorneweg schon mal eines gesagt: Aktuell(!) sind DMR-Verbindungen ausschließlich ins Brandmeister-Netz möglich – eine Nutzung des Homebrew-Protokolls für DMR-Repeater im DMRplus-Netz ist aktuell wohl aus Netzseite her gesperrt.  Evtl. ist hier zukünftig mit einer Freischaltung und Veröffentlichung aktueller Spezifikationen zu rechnen. Jedoch gilt hier: Nichts genaues weiß man nicht!

BlueStack mit DVMEGA RPI RADIO-Modul
BlueStack mit DVMEGA RPI RADIO-Modul

Den Bluestack speise ich aktuell übrigens mit einem Powerpack. Ohne jetzt den Stromverbrauch selbst gemessen zu haben (wird evtl. mal demnächst noch kommen) vertrauen wir hier mal den Herstellerangaben, die da sagen, dass eine Speisung aber auch aus dem USB-Port eines Rechners wie auch über ein Steckernetzteil mit Micro-USB-Anschluss möglich wäre.

Supportseitig muss ich David – PA7LIM an dieser Stelle mal sehr lobend hervorheben! Auf meine englischsprachige Supportanfrage antwortete er binnen wenigen Minuten in einem sehr freundlichen, ausführlichen Tonfall. Er zeigte sich auch sehr interessiert an Kontakten zum DMRplus-Entwicklerteam. Ich hoffe ihm an dieser Stelle irgendwie helfen zu können.

Unter dem Strich, wenn DMRplus irgendwann einmal integriert ist, könnte diese Lösung eine ideale Lösung für den Urlaub darstellen, da sie außer den beiden kleinen Platinen und einem Android-Handy mit Daten-Anbindung keine weitere Hardware wie z.B. Raspberry Pi oder dergleichen benötigt. Mit dem Manko, dass aktuell nur das Brandmeister-Netz nutzbar ist, sieht die Sache ein wenig trauriger aus. Im Brandmeister-Netz ist ja, was deutschsprachige QSO-Partner angeht, noch nicht so viel zu reißen.

Der DV4mini nach längerer Praxisphase

Wie ich bereits schrieb, bin ich im Besitz eines DV4mini-Sticks, den ich hauptsächlich für DMR einsetze, da ich für D-STAR ein DVMEGA-Modul auf einem Raspberry Pi habe. Mein DV4mini hatte anfangs ja immer mit dem Problem zu kämpfen, dass es kleinere Aussetzer und Verstückelungen gab. Die Ursache was jetzt weder der Stick, noch die Software noch das Funkgerät, das Problem war nach einigen Tests auf die Netzwerkanbindung, genauer den Router, zurückzuführen.

Nachdem ich jetzt einige Tage den Banana Pi Pro, an dem ich den Stick betreibe, per UMTS ins Internet bringe, und dabei sogar schon in die Geschwindigkeitsbegrenzung von 32 kbit/s gefallen bin, da der Inklusiv-Traffic von 100 MB durch unbeabsichtigten Netzwerkverkehr schnell aufgebraucht war – was zum Test aber gar nicht so übel war jetzt – kann ich sagen, es funktioniert ufb!

Es hat also nicht immer mit dem Stick oder der Frequenzkompensation, die man unbedingt bei DMR vornehmen sollte, zu tun, sondern kann auch einfach auf die Netzwerkanbindung zurückzuführen sein, wenn es mal Probleme gibt.

Dinge aus der Welt des Amateurfunks

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