Erste Eindrücke zum Radioddity GD-77

Seit wenigen Tagen besitze ich ein Radioddity GD-77 Dualband DMR-Funkgerät für 2m und 70cm und habe nun die Zeit genutzt, mit dem Gerät ein wenig herum zu spielen.

Zum Äußeren: Das Gehäuse besitzt ähnliche Qualität wie das des Tytera MD-380. Als Display kommt ein LCD-Display (monochrom) zum Einsatz, welches bei abgeschalteter Beleuchtung auch in heller Umgebung gut ablesbar ist und die notwendigen Informationen ausreichend gut darstellt.

Ich hatte bisher keine große Gelegenheit mit dem Gerät zu funken, jedoch scheint der Empfänger im FM-Betrieb ein wenig seltsam zu sein, man hört z.B. ein Klopfen und Knacken, welches vergleichsweise an einem parallel betriebenen MD-380 nicht zu hören waren. Auch ist der Klang des Lautsprechers nicht mit einem Hytera-Gerät vergleichbar – das kann aber bei weniger als 1/5 des Preises eines solchen kein Wunder sein.

Mit einem Ohrhörer betrieben klingen die Gesprächspartner etwas dumpf.

Das sei jetzt nur mal ein erster Eindruck zu diesem Gerät, später kommt evtl. mal ein etwas detaillierterer Bericht.

Meine Erfahrungen mit dem Tytera TYT MD-380

Seit nun knapp 2 Wochen besitze ich das Tytera TYT MD-380 DMR-Handfunkgerät aus chinesischer Produktion. Zeit genug, um erste Erfahrungen gemacht zu haben und darüber zu berichten.

Zunächst einmal zur Beschaffung und dem Lieferumfang ein paar Worte: Die Beschaffung gestaltete sich gewohnt einfach via Ebay. Der Artikelstandort war in Hamburg, weshalb die Lieferung auch entsprechend zügig da war. Im Lieferumfang enthalten war nun folgendes Equipment:

  • der Funkgeräte-Body selbst
  • ein Akku mit 2000mAh
  • ein Gürtelclip
  • ein Netzteil mit Ladeschale
  • zwei Antennen (eine längere und eine kürzere)
  • ein Lautsprecher-Mikrofon
  • eine Ohrhörer-Freisprecheinrichtung
  • ein USB-Programmierkabel

Dies alles für einen Preis von unter 150 Euro.

Die Programmierung des Funkgerätes stellt sich als wenig kompliziert heraus. Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann sich mal folgendes Video anschauen, was die Sache sehr anschaulich erläutert:

Zu den Erfahrungen im täglichen Betrieb:

Ich nutze das MD-380 zusammen mit dem DV4mini bzw. steige direkt auf dem ca. 60 km entfernten DB0UT ein. Die Verständlichkeit der empfangenen Stationen würde ich mit sehr gut beschreiben und die Lautstärke des internen Lautsprechers dürfte auch noch für etwas lautere Umgebungen ausreichend sein. Die Eigene Modulation wird mir meist mit ausgewogen und nicht zu laut bescheinigt – also durchaus respektabel für das kleine chinesische Gerät.

Das Handling bezogen auf die Reflektoren-Umschaltung etc. ist wegen eines Firmware-Bugs, der vermutlich noch behoben wird, etwas gewöhnungsbedürftig, aber der Bug hält einen nicht davon ab, das Gerät zu mögen. Ein anderer Bug, nämlich der, dass man nicht ins Menü kommt, wenn im DMR gerade eine Station sendet und man diese empfängt, ist da schon eher störend, gerade, wenn man einen Reflektorwechsel vornehmen möchte und hierzu ein paar Sekunden Sendepause benötigen würde.

Die Verarbeitungsqualität des Plastik-Gerätes würde ich mit alltags-tauglich betiteln. Die beiden Drehknöpfe sind griffig gummiert, die Tasten bieten einen entsprechenden Druckpunkt mit „Klick“ als haptisches Feedback, was eine Bedienung erleichtert. Auch die drei Tasten an der Seite (2 Funktionstasten wie auch eine PTT-Taste) sind auch entsprechend gummiert, so dass hier eine sichere Bedienung gegeben ist.

Das Zubehör ist da etwas anders gestrickt: Das Lautsprecher-Mikrofon wie auch das Head-Set würde ich als „billigen Ramsch“ betiteln wollen. Das Handmikrofon musste ich sogar schon aufschrauben und ein Gummipolster zwischen der PTT-Taste und dem Micro-Switch neu an Ort und Stelle bringen, da es aus seiner Halterung herausgerutscht war.

Die Ladeschale wie auch die Antennen sind wiederum brauchbar, wenn auch die Ladeschale auch bei nicht-eingestecktem Funkgerät grün leuchtet. Hier schein ein Logik-Fehler in der Elektronik vorzuliegen.

Fazit: Das Tytera TYT MD-380 ist in meinen Augen ein durchaus brauchbares Einsteigergerät für diejenigen, die am Anfang nicht gerade ein Vermögen für eine Betriebsart ausgeben möchten, die sie noch nicht kennen. Wenn man dann mal Fuß gefasst hat und von DMR überzeugt ist (was ich aktuell schon wäre), kann man ja auf ein hochwertigeres Hyterola-Gerät umsteigen und eine entsprechende Investition vornehmen. Das MD-380 lässt sich sicherlich in einem solchen Moment noch gut an einen neuen Einsteiger weitergeben.

Der Raspberry Pi 2 als Desktop-Rechner

Manche von euch mögen schon ein Auge auf den Raspberry Pi 2 geworfen haben – der erste „richtige Rechner“ unter den Raspberry Pis. Schließlich hat er einen Quadcore an Bord und versucht mit einem Gigabyte RAM zu überzeugen. Seit einigen Tagen nutze ich den Raspberry Pi 2 als Desktop-Rechner-Ersatz und muss sagen, für die normalen Tätigkeiten kann er überzeugen. So ist zum Beispiel eine problemlose Nutzung der Textverarbeitung „LibreOffice“ machbar, auch Webseiten anschauen mit dem Epiphany Webbroser ist in der Regel durchaus problemlos. Sogar das Anschauen von Videos bei Youtube funktioniert (nachdem erstmal die Meldung, dass der Browser nicht mehr unterstützt wird abgesegnet wird).

Wer selbst also einen solchen Rechner sein Eigen nennt, kann das ja gerne mal ausprobieren. obiges Video sollte sich auch im Browser anzeigen lassen.

Was ich jetzt noch nicht versucht habe, sind diverse Amateurfunk-Anwendungen – hat aber mit der Situation zu tun, dass ich aktuell außer einer Magnetfuß-Antenne für 2m keine Antennen hier nutzbar habe und damit für mich digitale Betriebsarten dann doch eher theoretischer Natur sind. Ich werde aber mal schauen, was sich so realisieren lässt.

Erster Test: SainSonic AP510 APRS Tracker

… oder wie man auch sagen könnte: Satz mit X, war wohl nix!

Mein Test auf dem Hinweg zum QRL heute ergab folgendes ernüchterndes Ergebnis: Kein einziges Bakenpaket hat es mit der mitgelieferten Antenne und dem einen Watt Sendeleistung aus dem Wageninneren zu einem Gate geschafft 🙁

Trauriges Resultat des ersten Tests, nachdem doch gestern der Indoor-Test mit gleichem Setup aus dem Büro heraus so wunderschön funktioniert hat. Ich werde nun wohl doch eine externe Antenne am Fahrzeug bemühen müssen. Nunja, es könnte schlimmeres geben.

Dass das Teil seine Baken versucht hat zu senden konnte ich am Signalton des Piepers merken, der doch recht regelmäßig zu hören war.

Demnächst neu im Shack: SainSonic AP510 APRS Tracker

Ich konnte die Finger nicht davon lassen und habe mir einen SainSonic AP510 APRS Tracker mit Antenne für unter 100 Euro in der Bucht geschossen. Ich vermute, die nächsten Tage wird das Schätzchen auch bei mir angekommen sein.

Beim SainSonic AP510 APRS Tracker handelt es sich um ein All-In-One-Gerät, welches GPS-Antenne, Tracker und Sendeempfänger in einer kleinen Box beinhaltet. Die Sendeleistung des Senders liegt bei 1 Watt und sollte entsprechend für die Zwecke ausreichen.

Die Feature-Liste liest sich nicht schlecht:

  • SiRF4 GPS-Modul
  • 18×18 mm aktive GPS-Antenne
  • AVR Mega 64 SCM Microcontroller
  • 3300 mAh-Lithium Akku
  • Ladeüberwachung
  • 2 Status-LED (Ladeanzeige, Sende-/Empfangsanzeige)
  • 18B20 Temperatursensor (von -40 bis +99 °C) für die Innentemperatur des Gerätes
  • TF/MicroSD-Steckplatz für bis zu 4 GB Speicherkarten zur Aufnahme der Tracking-Daten im KML-Format
  • Bloothooth Modul (z.B. für die Verbindung mit Android-Handys etc.)

Ich werde das Gerät vorerst einmal mit der mitgelieferten Antenne im Auto testen, um zu sehen, ob der Tracker aus dem Wageninneren mit dieser Antenne die Signale zum nächsten APRS-IGate bringen kann, oder ob eine Außenantenne notwendig wird. Der Antennenanschluss ist übrigens ein invers-SMA, also kompatibel zu den Wouxun/Baofeng -Geräten, so dass entsprechende SMA(invers) auf irgendwas-Adapter, die man für evtl. vorhandene Wouxun/Baofeng-Geräte schon vorliegen hat, weiter nutzbar sind, um z.B. Magnetfuß-Antennen für 2m anzuschließen.

Ich habe hier einige Videos, die zu dem Gerät bei Youtube auf die Schnelle zu finden waren, in eine Playlist gesteckt, die man sich mal anschauen kann. Die Playlist erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wird auch von mir vermutlich zukünftig immer wieder mal erweitert werden, wenn ich entsprechend thematisch sinnvolle Videos zu dem Tracker finde. Interessant ist finde ich vor allem das Video, welches die Konfiguration des Trackers per USB behandelt.

Sofern das Gerät bei mir eingetroffen ist und ich die ersten Praxiserfahrungen gesammelt habe, werde ich diese vermutlich in einem weiteren Post hier „zu Papier“ bringen 🙂

Mich hat einfach der Preis und das, was man dafür bekommt, sehr gereizt, muss ich zugeben.

Hier noch eine Liste von weiteren Webseiten, die ihre eigenen Erfahrungen mit dem Teil veröffentlicht haben:

Im Grunde denke ich äußern sich die Nutzer recht positiv, wenn auch die Dokumentation ein wenig für die Füße ist.

BAOFENG UV-3R MKII als 10 GHz Bake?

Heute möchte ich mal einen Gastbeitrag meines Schwiegervaters, DH1VY, bringen, der eine sehr interessante Sache festgestellt hat: Das Baofeng UV-3R MKII lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen als „Nahfeld-10-GHz-Bake“ betreiben. Hier nun nachfolgend sein Bericht dazu:

Kaum zu Glauben aber war,

Baofeng UV-3R MKII
Baofeng UV-3R MKII

ein kleines chinesisches Handfunkgerät erzeugt ein stabiles Signal im 10GHZ Bereich. Das erzeugte Signal ist wohl sehr schwach genügt aber vollkommen um von einem 10GHz Schmalbandtransverter im Abstand von bis 100m und mehr empfangen zu werden. Es handelt sich hier um das Handy der Marke „BAOFENG UV-3R MKII“.Dieser Winzling erzeugt ein gepulstes Signal auf 10GHz von ca. 100-200Hz Bandbreite. Wie er das macht bleibt noch sein Geheimnis. Eventuell durch den VCO od. Systemtakt der CPU, keine Ahnung.

Bei Arbeiten an meiner Portabelstation und gleichzeitiger Benutzung des UV-3R habe ich das Signal bemerkt. Nur dass es tatsächlich ein Signal im 3cm Bereich ist wollte ich erst nicht Glauben. Aber es ist tatsächlich so!

Wer ein solches Handy und eine 10 GHz Station hat kann es gerne selber testen. Die Einstellung wie im Bild oben wählen und man findet das Signal dann im 10GHz-Band auf der Frequenz 10368.081 MHz. Im Abstand von 5 m war das bei mir S-Meter-Vollanschlag. Wenn man rechnet kommt man auf einen Faktor von x24 bei der Vervielfachung aus dem 70 cm-Bereich. Aber nicht exakt, offenbar spielt noch ein kleiner Offset von ca. 6,625 KHz mit, die Frequenz liegt um ca. 160 MHz nach der Vervielfachung tiefer als die gerechnete. Ein 5 KHz Step auf 70 cm ergibt aber immer exakt 120 KHz Änderung im 10 GHz Bereich. Ich habe ein weiteres UV-3R getestet, bei diesem lag die Frequenz bei gleicher Einstellung auf UHF um ca. 3 KHz im 10GHz-Band tiefer, sonst gleiches Spiel!

Signal UV-3R Beacon on 10GHz
Signal UV-3R Beacon on 10GHz

Ein Test ein Abend später mit einem umgebauten LNC für 10GHz ATV war ebenfalls erfolgreich. Eine Einstellung am UV-3R von 427,5 MHz ergab ein Signal bei ca. 10255 MHz. Schwarzer pulsender Bildschirm, hihi…

Die Antenne sollte man abschrauben, erstens kommt das 10 GHz-Signal nicht über die Antenne und wenn die Antenne angeschlossen ist kommt es bei Empfang auf der eingestellten 70 cm QRG zu Unterbrechungen der 10 GHz Aussendung. Der Prozessor sollte also in „Ruhe“ takten können. Am besten SMA-Abschluss an der Antennenbuchse anschließen, unbeabsichtigtes senden führt dann nicht zu defekten am Handy.

Was kann man nun damit anfangen?

Zum Abgleich taugt es wegen dem pulsenden Signal nicht, aber für einen Empfängertest auf der Wiese mit der 10 GHz Portabel-Station ist es durchaus geeignet.

Ein mp3-File mit dem Signal findet Ihr hier

 

VY73, Hans Peter / DH1VY

Wer noch zwei Videos zu dem Thema sehen möchte, der kann sich ja mal Folgendes anschauen:

 

Wer noch eine etwas ausführlichere PDF-Datei zu dem Thema möchte, kann sich hier bedienen:

10GHZ TEST