Kurzwellenempfang mit dem RTL-SDR

Radioddity RTL-SDR
Radioddity RTL-SDR

So, seit einigen Wochen besitze ich einen RTL-USB-SDR-Empfänger von Radioddity, den ich mit entsprechenden Filtern für die jeweiligen Bänder zum Empfang an dafür geeigneten Antennen verwende. Im Bild kann man das Setup erkennen.

Dieser Empfänger besitzt einen RT-820T2-Chip und empfängt von 100 kHz bis 1.7 GHz.

Aktuell betreibe ich den Empfänger an einem Raspberry Pi 3, auf dem der Airspy Spy Server läuft und mir den Empfänger im LAN und per VPN auch im Internet zur Verfügung stellt. Die Empfindlichkeit des Empfängers kann gut mit der eines FT-857D mithalten, wenn auch ich hier keinerlei Messmittel zur Verfügung habe, um tatsächlich die Empfindlichkeit mit Werten zu belegen. Es ist also ein rein subjektiver Eindruck.

Der Airspy Spy Server stellt den Empfänger im Bereich von 100 kHz bis 14 MHz zur Verfügung, obwohl der Stick im Bereich ab 14 MHz ebenfalls funktionieren würde. Der Grund liegt vermutlich darin, dass die Programmierer wissen, dass der Stick ohne zusätzlichen Hochpassfilter ab 14 MHz invertierte Images der Signale unterhalb von 14 MHz empfängt. Im Grunde für meine Anwendungszwecke kein großer Nachteil, da mich der bereich unterhalb von 14 MHz (es wird ja der 20m Bereich des Amateurfunks mit abgedeckt, denn genau empfängt das Ding bis 14.400 kHz) eher interessiert, da meine Empfangsantenne für diesen Bereich bessere Ergebnisse liefert als auf den höheren Frequenzen.

Ich werde diese Software-Konstellation die nächsten Tage intensiver testen, vor allem, wie sie sich außerhalb des eigenen WLAN verhält. Vielleicht wird das System dann auf dem Wege auch im Internet verfügbar gemacht 🙂

Neues Spielzeug: der OpenWebRX

OpenWebRXMein neues Spielzeug nennt sich OpenWebRX und fällt in die Kategorie Web-SDR.

Ich betreibe diese Software auf einem Raspberry Pi 3, an dem ein RTL-SDR-USB-Stick steckt, der auf der Kurzwelle im Direct-Sampling-Mode läuft, das bedeutet, er kann im Grunde im Frequenzbereich von 100 kHz bis 1700 MHz eingesetzt werden. Da er jedoch, wie bei den RTL-SDR-Sticks üblich, nur eine RF-Bandbreite von ca. 2 MHz anbietet, ist über den Web-SDR auch nur ein von mir vorausgewähltes Frequenzfenster verfügbar, welches auch durch die Weboberfläche nicht verschoben werden kann.

Technisch gesehen war die Installation keine wirklich große Herausforderung, da die Installation auf der zugehörigen Webseite recht gut beschrieben ist.

Da ich noch einen weiteren USB-Stick mein eigen nenne, werde ich diesen vermutlich die nächsten Tage auf 2m anbieten, dann jedoch auf einem Raspberry Pi 2 – zum einen um die beiden Systeme miteinander vergleichen zu können, zum anderen aber auch, weil ich keinen weiteren Raspi 3 habe und der Raspi 2 im Grunde noch frei wäre.

Schauen wir mal, was die Zukunft so bringt 🙂

APRS IGate mit dem Raspberry Pi

Basierend auf dem Artikel von Marco Kubon habe ich meinen Raspberry Pi, der bisher als ADS-B-Bakenempfänger diente, zu einem RX-Only-IGate ausgebaut, welches jetzt unter dem Rufzeichen DG9VH-10 Positionsbaken ins Internet transferiert.

Alles in Allem eine sehr einfach umzusetzende, da gut und detailliert beschriebene Anleitung, der ich jedoch eines hinzufügen möchte: Bei mir hat es mit der Kalibrierung des Sticks bisher nicht so ganz funktioniert. Trotz der Angabe der ausgemessenen PPM hat sich am Frequenzversatz von gut 10 kHz nichts verändert. Hier suche ich noch die Ursache. Bis dahin muss ich statt der 144.800 eben die 144.810 als Frequenz übergeben 🙂 Auch kein wirkliches Problem, da die Angabe einmal ins Konfig-File eingetragen, nicht mehr wirklich relevant sichtbar wird.

Ich werde die Sache nun also einige Tage mal im Testbetrieb laufen lassen und mal sehen, was sich an APRS-Bakenmeldungen alles zu mir verläuft. Einen kurzen Eindruck der aktuellen Minute kann man hier gewinnen:

Nov 22 19:55:32 pisdr pymultimonaprs: sending: LX0ARR-13>APTT4,LX0APN-4*,LX0LTE-2*,LX0APR-2*,DF5VL-10*,WIDE2*,qAR,DG9VH-10:;438.75DMR*111111z4927.48N/00559.83Er438.750MHz DMR LX0RU
Nov 22 19:55:45 pisdr pymultimonaprs: sending: F6JMI>TXUTV6,F5ZEE*,WIDE1*,DF5VL-10*,WIDE2*,qAR,DG9VH-10:‘}CH#034 #034-/>=
Nov 22 19:55:47 pisdr pymultimonaprs: sending: F6JMI>TXUTV6,F5ZEE*,WIDE1*,DB0HWR-5*,WIDE2*,qAR,DG9VH-10:‘}CH#034 #034-/>=
Nov 22 19:56:01 pisdr pymultimonaprs: sending: DB0HWR-5>APNW01,WIDE2-2,qAR,DG9VH-10:@221947z4933.76N/00647.02E#DB0HWR APRS Digi Q21 Hochwald – Saar
Nov 22 19:56:03 pisdr pymultimonaprs: sending: DB0HWR-5>APNW01,DF5VL-10*,WIDE2-1,qAR,DG9VH-10:@221947z4933.76N/00647.02E#DB0HWR APRS Digi Q21 Hochwald – Saar
Nov 22 19:56:18 pisdr pymultimonaprs: sending: DB0GIS>APNU19,DB0MI*,DB0XHI*,DB0ISA*,DB0HWR-5*,WIDE2*,qAR,DG9VH-10:!5039.12N/00834.88E#APRS-DIGI Duensberg/Giessen Sysop DL6FBS@darc.de
Nov 22 19:56:32 pisdr pymultimonaprs: sending: DB0BOS>APNU19,DB0RO*,DB0HWR-5*,WIDE1*,DB0TFM-1*,qAR,DG9VH-10:!4944.59N/00855.26E#APRS-Digi Boellstein
Nov 22 19:56:38 pisdr pymultimonaprs: sending: DL3CM-5>BEACON,DB0VI-2*,DB0HWR-5*,WIDE2*,qAR,DG9VH-10:@221945z4928.99N/00701.79E.
Nov 22 19:56:58 pisdr pymultimonaprs: sending: F1ZNR-2>APFD57,DF5VL-10*,WIDE2*,qAR,DG9VH-10:!4908.08NN00612.90E#PHG54701/ APRS RELAY METZ
Nov 22 19:56:59 pisdr pymultimonaprs: sending: F1ZNR-2>APFD57,DB0HWR-5*,WIDE2-1,qAR,DG9VH-10:!4908.08NN00612.90E#PHG54701/ APRS RELAY METZ

Warten wir also ab!

DAB-Player für Windows 7 (und später)

Unter Funkamateuren sind die DVB-T-Sticks mit Realtek-Chipsatz mittlerweile ja recht gut verbreitet. Jetzt ist es auf Dauer sicherlich auch mal ganz interessant, diese Sticks nicht nur als SDR zu nutzen (z.B. mit SDR# oder HDSDR) sondern vielleicht auch mal „ernsthaft“ als DAB(+)-Empfänger! Das geht mit diesen Sticks nämlich auch einwandfrei.

Das Einzige, was man dazu benötigt, ist ein Stück Software, welches derzeit aktuell kostenlos im Internet zu finden gibt. Am einfachsten und zuverlässigsten unter folgender URL: http://ukwtv.de/cms/downloads-aside/281-dab-player-von-andreas-gsinn.html.

Ich selbst nutze dieses Programm seit mehreren Monaten, um im Büro am PC DAB-Sender zu lauschen. Bisher kann ich mich über die Funktionsweise und Empfangsqualität nicht beschweren.

Schön sind solche „Nebensachen“ wie die Journaline-Darstellung, Slideshow-Anzeige und die Ausgabe verschiedener technischer Informationen zum aktuellen Stream – was sicherlich den technisch interessierten Zuhörern ganz gut gefallen dürfte, mal etwas mehr über die Sender zu erfahren, als man so aus dem schnöden Display lesen kann.

Schaut es euch einfach mal an!

 

DAB(+) mit meinem Android-Tablet

Heute Abend habe ich mir mal etwas gegönnt – eine Android-App für knappe 10 Euro, mit der ich FM-Radio und DAB(+), sowie DRM+ (was es bei uns ja nicht gibt) empfangen kann. Die App nennt sich Wavesink Plus und ist für 9,98 € zu bekommen.

Vom GUI her sieht die APP noch nicht ganz so dolle aus – macht einen sehr technischen Eindruck, wie ihr im Screenshot hier sehen könnt:

Screenshot Wavesink Plus
Screenshot Wavesink Plus
Empfangs-Setup
Empfangs-Setup

Wenn man sich den Screenshot mal etwas genauer anschaut, sieht man die beachtliche Signalstärke des DAB-Kanal 5C, den ich mit meiner Indoor-Empfangseinrichtung, einem Ezcap-USB-DVB-T/DAB-Stick mit dessen mitgelieferter Mini-Antenne auf unserer Bürolampe abgestellt (siehe Bild rechts) erhalte. Ein Signal-Rausch-Abstand von 30,9 dB ist schon mal nix Schlechtes! Der Empfang aller Sender des Deutschland-Muxes ist also ohne Aussetzer oder irgendwelcher Probleme möglich. Mit dem Saarland-Mux auf Kanal 9A habe ich jedoch weniger Erfolg gehabt. Dafür war die Antenne vermutlich dann doch zu klein.

Da ich noch 2 weitere DAB+-Radios im Haus habe, weiß ich aber, dass grundsätzlich mit einer Teleskop-Antenne ein ausreichend gutes Signal am Empfänger ankommen sollte.

Die Lösung mit dem Ezcap-USB-Stick (übrigens mit einem Realtek 2832-Chipsatz drin, also grundsätzlich auch als SDR-Stick am PC nutzbar) ist sowieso eher für den Portabel-Einsatz gedacht. Also wenn ich z.B. mal auf dem Fieldday-Gelände bin oder dienstlich unterwegs (Dienstreisen sind ja ab und zu mal bei mir angesagt).

Das Empfangs-Setup sieht übrigens folgendermaßen aus, dass ich als Tablet ein Motorola Xoom verwende, an welchem über ein OTG-Kabel der USB-Stick angeschlossen ist und ohne weiteren Verstärker oder dergleichen die Magnetfuß-Antenne am Stick. Das Audiosignal des Tablet geht wiederum auf meine Kopfhörer, um den perfekten Stereo-Sound genießen zu können und unseren Nachwuchs im Nachbarzimmer zur späteren Nachtstunde nicht zu wecken.

Zur Handhabung der App an sich will ich sagen, dass diese grundsätzlich nutzbar ist, wenn auch sicherlich für DAB(+) hier noch die Sonderservices wie Journaline und dergleichen interessant wären. Das sollte sich denke ich noch in die App integrieren lassen.

Im normalen FM-Radiobetrieb bringt die App den RDS-Radiotext mit raus und zeigt sogar die Alternativ-Frequenzen der Sender an. Also alles in Allem funktioniert die App gut. Optisch schön ist aber sicherlich anders.

Bandscan im UKW-Radiobereich

Ich habe mir die Tage mal die Mühe gemacht, mit meinem DVB-T Stick (ich stellte ihn hier ja schon vor) einen manuellen Bandscan im Radiobereich auf UKW zu machen. In der hier anhängenden PDF-Datei sind die Sender aufgeführt, die ich empfangen konnte. In der Tabelle sind einige Sender und Standorte mit einem ? hinter der Bezeichnung geführt. Hierbei handelt es sich lediglich um Vermutungen aufgrund weiterer Recherche, welcher Sender und Standort es denn sein könnte. In der Regel wird dies auch zutreffen, jedoch ist eine Unsicherheit gegeben.

Hier die PDF-Datei: Bandscan UKW – Stand 15.06.2012