DAB-Player für Windows 7 (und später)

Unter Funkamateuren sind die DVB-T-Sticks mit Realtek-Chipsatz mittlerweile ja recht gut verbreitet. Jetzt ist es auf Dauer sicherlich auch mal ganz interessant, diese Sticks nicht nur als SDR zu nutzen (z.B. mit SDR# oder HDSDR) sondern vielleicht auch mal „ernsthaft“ als DAB(+)-Empfänger! Das geht mit diesen Sticks nämlich auch einwandfrei.

Das Einzige, was man dazu benötigt, ist ein Stück Software, welches derzeit aktuell kostenlos im Internet zu finden gibt. Am einfachsten und zuverlässigsten unter folgender URL: http://ukwtv.de/cms/downloads-aside/281-dab-player-von-andreas-gsinn.html.

Ich selbst nutze dieses Programm seit mehreren Monaten, um im Büro am PC DAB-Sender zu lauschen. Bisher kann ich mich über die Funktionsweise und Empfangsqualität nicht beschweren.

Schön sind solche „Nebensachen“ wie die Journaline-Darstellung, Slideshow-Anzeige und die Ausgabe verschiedener technischer Informationen zum aktuellen Stream – was sicherlich den technisch interessierten Zuhörern ganz gut gefallen dürfte, mal etwas mehr über die Sender zu erfahren, als man so aus dem schnöden Display lesen kann.

Schaut es euch einfach mal an!

 

Ein DVB-T-USB-Stick als SDR-Empfänger

 

Vor wenigen Tagen kam per Post aus China mein EzTV-668 USB-DVB-T-Stick mit RTL2832U und E4000-Chipbestückung an. Dieser eigentlich für den Empfang von digitalem TV und DAB(+) ausgelegte USB-Stick kann mit ein wenig Zusatzsoftware als SDR-Empfänger für den Bereich zwischen ca 60 und 900 MHz genutzt werden. Alles, was man dazu benötigt, ist eben der oben genannte Stick und ein wenig Software, welche man unter http://wiki.spench.net/wiki/USRP_Interfaces herunterladen kann. Die Software (eigentlich ist es nur ein Treiber, der den Stick als LibUSB0 bzw. LibUSB1-Gerät dem Betriebssystem verkauft und nebenbei noch eine ExtIO_USRP.dll zur Nutzung im HDSDR bereitstellt) bietet während der Installation die Möglichkeit, die aktuellste Version von HDSDR aus dem Internet herunterzuladen. Hat man bereits eine Installation von HDSDR auf dem Rechner, kann man sich diesen Schritt eigentlich sparen.

HDSDR mit EzTV 668 DVB-T/FM/DAB USB dongle im 2m-Band
HDSDR mit EzTV 668 DVB-T/FM/DAB USB dongle im 2m-Band

Die Empfangsleistungen des EzTV 668 DVB-T/FM/DAB USB dongle sind nicht sonderlich gut, da die Empfindlichkeit nicht so besonders groß ist, aber für einen Empfänger unter 20 Euro darf man hier wohl auch nicht zu viel verlangen.

Wer noch mehr Mut zum Experiment hat, kann auch eine vollkommen neue Software ausprobieren: SDR# (gesprochen: SDR Sharp) – zu finden unter http://sdrsharp.com/.

Ich habe diese Software in der momentan aktuellen Nightly-Version 1.0.0.351 installiert.

SDRSharp: Radioband
SDRSharp: Empfang im Rundfunkband

Über das Programm SDR# kann ich noch nicht allzu viel sagen, da ich es erst seit heute kenne. Hier wird sicherlich in den nächsten Tagen/Wochen noch einiges an Informationen zu finden sein. Bis dahin sollte man sich auf jeden Fall die Homepage des Projektes unter http://sdrsharp.com/ anschauen.

Vergleich: HCJB-Pappradio vs. Yaesu FT-857D

Jetzt ist es so weit: Der mehr oder weniger ultimative und vollkommen subjektive Vergleich zwischen zwei Geräten der unteren Preisklasse. In der blauen Ecke: Das HCJB-Pappradio mit einem Preis von ca. 80 Euro und einem Gewicht von etwas mehr als einer Tafel Schokolade, welches die moderne Form des Empfängers vertreten soll, nämlich das „Software Defined Radio“. Und in der roten Ecke: Der Yaesu FT-857D Amateurfunk-Transceiver mit einem Preis von ca. 650 Euro und einem Gewicht von 2 Tüten Milch, der die traditionelle analoge Welt vertritt.

Beide waren über einen Antennen-Splitter an die gleiche Antenne angeschlossen, einem 22m langem Draht unter dem Dach, welcher über einen Balun in der Impedanz angepasst wurde.

Das Pappradio wurde mit HDSDR 2.11 gesteuert, wobei hier in den jeweiligen Empfangssituationen lediglich die gleiche Modulationsart und annähernd gleiche Filterdurchlasskurve eingestellt wurde, wie beim FT-857D. Es wurden bei beiden Geräten keinerlei Filter (Notch oder sonstige verbessernde Maßnahmen) eingeschaltet, es sei denn, dies wird im weiteren Verlaufe des Tests genannt.

Getestet wurden diverse Bänder, verschieden starke Signale und verschiedene Modulationsarten, um hier einen breiten Signalvergleich zwischen den beiden Geräten anstellen zu können.

Aufgezeichnet wurde zum einen mittels der NF-Aufzeichnungsfunktion im HDSDR bzw. mit Audacity über den Line-In-Eingang des Rechners der Daten-Ausgang des FT-857D über ein galvanisches Trennglied. Die jeweils aufgezeichneten Audiofiles (Mono-Aufnahmen) wurden mit Audacity auf -3 dB normalisiert, sonst wurden keinerlei Veränderungen vorgenommen.

Der erste Test war ein CQ-Ruf von F5POJ, welcher auf dem 15m-Band aufgenommen wurde. Das Signal war relativ schwach aufzunehmen (mit S1) und zeigt hier die Qualitäten der einzelnen Empfänger bei Signalen „an der Grasnarbe“. Beide Empfänger waren in der Betriebsart „CW“ eingestellt, wobei beide jeweils mit einem 300 Hz Filter konfiguriert waren (beim FT-857D war dies ein nachgerüsteter Quarz-Filter, beim Pappradio entsprechend im HDSDR die eingestellte Durchlasskurve).

FT-857D:

F5POJ_FT857D_20120203_164006Z_21011kHz

Pappradio:

F5POJ_HDSDR_20120203_164006Z_21011kHz_AF

Man erkennt, dass beide sehr mit dem Signal zu kämpfen haben, wobei ich finde, das Rufzeichen über den FT-857D etwas deutlicher hören zu können. Ähnlich ist es bei der nachfolgenden Aufnahme, bei der zugegeben wenig Signal und viel Rauschen zu hören ist, als HK0NA auf 28024 kHz zurückfragte, welche ON3-Station anrief. Hier könnte man jedoch dazu neigen, dem Pappradio einen besseren Empfang zuzusprechen:

FT-857D:

HK0NA_FT857D_20120203_173020Z_28024kHz

Pappradio:

HK0NA_HDSDR_20120203_173020Z_28024kHz_AF

Die Unterschiede sind wirklich fein, im Grunde eine Geschmackssache.

Kommen wir doch einfach mal zu etwas stärkeren Signalen – diesmal in SSB mit 2,7 kHz Filterbandbreite. Es ruft CQ 80m DD1JD:

FT-857D:

DD1JD_FT857D_20120203_223206Z_3753kHz

Pappradio:

DD1JD_HDSDR_20120203_223206Z_3753kHz_AF

Bei beiden Empfängern handelte es sich hier um ein 59-Signal und bei beiden Empfängern kann man eigentlich nicht meckern. Das Pappradio klingt ein wenig voller (weil hier die Filterkurve nicht ganz exakt so lag wie beim FT-857D), was aber kein Nachteil ist. Aber auch der FT-857D liefert ein gut verständliches Signal ab.

Wenden wir uns nun einmal dem AM-Rundfunk zu. Hier hatte ich einen Ausschnitt aus dem englischsprachigen Programm von KBS World aufgezeichnet, wobei ich beim Pappradio das komplette Signal in seiner Bandbreite von 10 kHz (also 5 kHz NF-Bandbreite) durch den Filter lies, der FT-857D brachte hier leider wegen seines fest eingebauten AM-Filters leider nur 6 kHz (also 3 kHz NF) mit, aber hören wir uns die beiden Ergebnisse einfach mal an:

FT-857D:

KBS_FT857D_20120203_222056_3955kHz

Pappradio:

KBS_HDSDR_20120203_222056Z_3955kHz_AF

Beide Signale waren mit S9+20 dB mittelstarke Vertreter der Radiobranche und bis auf die NF-Bandbreite, die beim Pappradio zu einem wesentlich ausgewogenerem Signal führt, kann man keinerlei Unterschiede in den Empfängern feststellen. Beide haben hier und da mit einbrechenden Signalen zu kämpfen (bedingt durch Fading), beide liefern aber einen sauberen und hörenswerten Empfang ab.

Ganz ähnlich sieht es mit einem Lokalsender auf der Mittelwelle aus. Auf 1422 kHz strahlt der Sender Heusweiler, welcher gerade mal ca 14km Luftlinie von mir entfernt angesiedelt ist, das Programm des Deutschlandfunks aus. Hier ein Mitschnitt der Presseschau:

FT-857D:

DLF_FT857D_20120203_225347Z_1422kHz

Pappradio:

DLF_HDSDR_20120203_225347Z_1422kHz_AF

Auch bei diesen beiden Mitschnitten ist, bis auf die merklich geringere Audiobandbreite beim FT-857D, kein Unterschied zu spüren. Beide Empfänger waren übrigens mit S9+50 dB sehr lautstark vertreten.

Fazit:

Was bleibt mir zum Schluss zu sagen? Nun: Beide Empfänger haben sicherlich ihre Schwächen und Stärken und sind für ihr Preissegment, der Unterklasse, dennoch recht brauchbare Empfänger. Bei schwachen Signalen in CW hat man jedoch mit dem Pappradio, dank einiger Schmankerl, die noch im HDSDR schlummern, die besseren Karten, da man, was hier jetzt nicht gezeigt wurde, doch noch ein wenig mehr aus dem Rauschen hervorzaubern kann, als mit dem FT-857D.

Vielleicht konnte ich mit diesem Test die Skeptiker solcher Billig-SDRs von deren Leistungsfähigkeit ein wenig überzeugen oder ihnen zumindest zeigen, dass das Pappradio mindestens mal mit einem günstigen Allmode-TRX mithalten kann.

Fast ein Jahr: Das Pappradio im täglichen Einsatz

Jetzt habe ich seit fast genau einem Jahr mein Pappradio im Einsatz und bin nach wie vor mit dem Teil zufrieden wie am ersten Tag. Die Haupteinsatzgebiete bei mir sind neben dem Empfang des analogen Rundfunks auf der Kurzwelle der DRM-Empfang sowie der Empfang des Amateurfunkbetriebs. Mittlerweile setze ich HDSDR in der Version 2.11 ein, welches dank eingebauter Kalibrierfunktion, den Frequenzversatz auf einem Maß von maximal 2 Hz hält. Wichtig hierbei natürlich, dass man das Pappradio an einer frequenzstabilen und -genauen Referenz kalibriert.

Da ich selbst ja auch Funkamateur bin und hier im Hause noch ein weiterer sehr aktiver Funkamateur lebt, ist es mein Vorteil, dass hier im Haus ein 10 MHz Frequenznormal (GPS stabilisiert) seinen Dienst tut, an dem sich natürlich das Kalibrieren wesentlich einfacher vornehmen lässt, als z.B. an einem Radiosender, dessen Frequenzgenauigkeit man leider ja nicht kennt sondern bei dem man „nur davon ausgehen kann“, dass er auf seiner Sollfrequenz sendet.

Leider ist es im Laufe der Zeit immer mehr zu einem Abbau der Aktivitäten im Bereich DRM gekommen. So findet man in den heutigen Sendeplänen teilweise noch Stationen gelistet, die jedoch in den vergangenen Wochen den Sendebetrieb in DRM eingestellt haben und die wohl 2012 auch aus den Plänen verschwinden werden. Irgendwie habe ich bezogen auf die digitale Kurzwelle ein ganz komisches Bauchgefühl, was mir sagt, dass die Entwicklungen in dieser Richtung in weniger schöne Richtungen laufen werden.

Nun, warten wir es ab und schauen positiv in die Zukunft. Ich für meinen Teil werde der kurzen Welle solange treu bleiben, wie hier ordentliche Signale und Programme zu empfangen sind. Das ist wohl mal sicher.

HDSDR nun in der Version 2.0

HDSDR 2.0
HDSDR 2.0

Seit 24. Juni diesen Jahres gibt es die Version 2.0 der beliebten SDR-Software HDSDR. Diese bei vielen SDR-Nutzern bekannte Software ist eines der Nachfolgeprojekte, welches aus dem Winrad entstand und was durch OM Mario, DG0JBJ, weiterentwickelt wird.

Auf den ersten Blick hat sich wohl nicht allzu viel bei der Software verändert, könnte man denken, doch die Änderungen stecken im Detail:

Für Funkamateure interessant dürften zum einen das TX-Feature der Software sein, welches rudimentär nun ein I/Q-Signal für den SDR-TRX bereit stellt aber auch die erweiterte CAT-Steuerung, die nun ermöglicht, das Software-Radio „stumm“ zu schalten, wenn man mit dem per OmniRIG angesteuerten Transceiver auf Sendung geht. Es ist nun, eine entsprechende Weichenschaltung vorausgesetzt, möglich, den Empfänger des TRX durch das SDR-Radio zu ersetzen und hier ggf. die besseren Filtermöglichkeiten zu nutzen. Für meine Begriffe ein erster Schritt, die Software in den Amateurfunk-Sektor zu integrieren. Ich selbst habe zwar bisher noch keine QSOs in dem Modus gefahren, was aber momentan ein eines Zeitproblem ist.

Ebenso sei nun die Möglichkeit erwähnt, Frequenzdatenbanken einzubinden. Dies ist besonders interessant, weil der integrierte Frequenzmanager nun innerhalb dieser Datenbanken aufgrund der eingestellten Frequenz die möglichen Sender anzeigt. Wünschenswert wäre hier nun, wenn der Frequenzmanager auch die aktuelle Uhrzeit berücksichtigen würde und entsprechend den gültigen Eintrag markieren würde.

Auch für Nutzer nicht ganz frequenzstabiler oder frequenzgenauer Empfangsmischer wie z.B. dem HCJB-Pappradio, welches zunächst eine Kalibrierung der Quarzfrequenz des Mischers notwendig macht, können diese Kalibrierung nun direkt im HDSDR vornehmen. Hier wird die Frequenzdifferenz per Knopfdruck ermittelt und in Zukunft automatisch korrigiert. Besser und einfacher geht es kaum.

Alles in Allem ist aus meiner Sicht ein Update von 1.0 nach 2.0 angeraten.

DRM-Empfang mit dem Pappradio

Seit ein paar Tagen bin ich stolzer Besitzer eines HCJB-Pappradios und habe damit auch schon meine ersten Erfahrungen gemacht. Ein Punkt, der für mich eigentlich den Ausschlag gab, dieses Teil zu kaufen, war, dass man für knapp 70 Euro ein SDR bekommt, welches im Grunde alle Betriebsarten abdeckt – inklusive DRM, wenn man die entsprechende Software nutzt.

Als ich am ersten Tag stolz feststellte, dass grundsätzlich der DRM-Empfang funktioniert, fiel mir jedoch ein „Pferdefuß“ auf, der mir natürlich auf dem Magen lag: Zum Hören von DRM-Sendern musste ich immer gleich zwei dicke Programme starten: HDSDR (ein im Grunde sehr gutes Programm, um AM/SSB/FM-Sender zu empfangen mit dem SDR)  und DREAM (was den eigentlichen DRM-Empfang realisierte). HDSDR war hierbei lediglich notwendig, um am Pappradio selbst die Frequenz einzustellen.

DREAM selbst hätte jedoch von Hause aus die Möglichkeit, per Mausklick die richtige Frequenz zum passenden Sender einzustellen, also warum funktionierte dies nicht?

Um diese Funktion im DREAM zu nutzen (und damit eine Menge Handarbeit und „zwischen den Programmen-Wechseln“ zu sparen), sind im Folgenden die Schritte erklärt, die mich zum Erfolg führten:

Installation virtueller COM-Ports

Um das Pappradio zu steuern, wird dem Radio softwareseitig eine CAT-Schnittstelle verpasst, die man nun aus jedem beliebigen Programm, was eine CAT-Steuerung vornehmen kann, ansprechen kann. Dazu benötigt man jedoch COM-Ports, über die diese Schnittstelle anzusprechen ist. Man kann entweder zwei vorhandene Hardware-Ports am Rechner mit einem Null-Modemkabel verbinden (der eine Port ist der Port, an dem das Pappradio quasi lauscht und der andere Port ist der Port, über den das steuernde Programm kommuniziert) oder aber man installiert sich virtuelle COM-Ports, die als „Pair“ geschaltet sind.

Um unter einem 32-Bit-Windows solche COM-Ports mit wenig Aufwand zu schalten, nutze ich den Virtual Serial Ports Emulator von Eterlogic. Hier lege ich, wie oben beschrieben, das COM-Port-Paar an. Damit wäre der erste Schritt schon einmal erledigt.

Änderungen am HDSDR

Der nächste Schritt wäre, die mit dem Pappradio mitgelieferte CD zur Hand zu nehmen und dort unter „\software\Winrad\Winrad DLLs“ sich zwei ZIP-Dateien zu Herzen zu nehmen und diese in das HDSDR-Programmverzeichnis zu entpacken:

  • ExtIO_Winrad_BeaconCAT_V_0.5.3.0_20101109.zip
  • WinradExtIOLoader_V_0.1.2.0_20101109.zip

Beide ZIP-Dateien beinhalten einmal entweder eine DLL-Datei oder EXE-Datei und dazugehörend eine TXT-Datei mit einer relativ wirren Beschreibung. Im Grunde ist es aber ganz einfach:

Nachdem die Dateien entpackt wurden, startet man HDSDR ein erstes Mal. Es erscheint nun ein Auswahldialog, über den man die entsprechende DLL-Datei auswählen soll, die die Hardware ansteuert. Hier wählt man entsprechend die BeaconCAT-DLL. Anschließend wird das Programm sich in einem neuen Programmfenster (vom BeaconCAT erzeugt) beschweren, dass es die DLL für das Radio nicht finden kann. Man beendet HDSDR wieder und schaut in das Programmverzeichnis von HDSDR rein. Hier hat sich nun eine neue Datei namens „ExtIO_Winrad_BeaconCAT.ini“ eingefunden, die ein wenig Änderung bedarf.

Man lädt also die INI-Datei in einen Editor und sucht nach den Zeilen, die mit folgendem Inhalt beginnen:

SubDllFileName=

Hier trägt man den kompletten Pfadnamen der Pappradio DLL ein. Bei mir sieht diese Zeile etwa so aus:

SubDllFileName=C:\Programme\WinradHD\ExtIO_pappradio2.dll

Als nächstes kommt folgende Zeile dran

RemotePortPort=

Hier trägt man einen der neuen virtuellen COM-Ports ein, bei mir wäre dies

RemotePortPort=COM3

Damit wäre im Grunde die Sache auf der HDSDR-Seite schon fast erledigt. Um nun beim DRM-Empfang nicht immer das HDSDR starten zu müssen, haben wir die zweite ZIP-Datei entpackt. Diese beinhaltet ein Programm namens „WinradExtIOLoader.exe“, welches die Steuerung des Radios nun übernimmt und von der CPU-Belastung wie auch dem Speicherhunger nicht so bedürftig ist, wie das HDSDR. Daher empfehle ich auf Rechnern mit wenig gut ausgestatteter Hardware unbedingt die Nutzung dieses Programms.

Dieses Programm startet man ebenfalls erst einmal, nimmt die Fehlermeldung über nicht auffindbare DLLs zur Kenntnis und beendet es wieder. Nun gibt es auch hier eine zugehörige INI-Datei namens „WinradExtIOLoader.ini“, die ebenfalls editiert werden muss.

Man sucht sich die Zeile

SubDllFileName=

und trägt hier den kompletten Pfad zur BeaconCAT-DLL ein. Bei mir sieht es so aus:

SubDllFileName=C:\Programme\WinradHD\ExtIO_Winrad_BeaconCAT.dll

Damit wäre die Sache erledigt und HDSDR und Pappradio wären konfiguriert, um per CAT gesteuert zu werden.

Konfiguration von DREAM

Um nun dem DREAM das Pappradio per CAT anzubieten, ist hier im „Stations Dialog“ unter „REMOTE“ als zu steuernder Empfänger unter Kenwood (warum dort und nicht woanders weiß ich auch nicht) der K2 auszuwählen, da sich das Pappradio von der CAT-Steuerung her ähnlich diesem TRX verhält. Wer nun denkt, er könnte im DREAM den virtuellen COM-Port auswählen, den muss ich nun erst einmal enttäuschen: Das Programm erkennt nur hardwaremäßig vorhandene Ports und zeigt diese an. Wir müssen auch hier wieder das DREAM erst mal wieder beenden und in die INI-Datei des DREAM, um dort von Hand den richtigen COM-Port einzutragen. Also ab in das Programmverzeichnis von DREAM und die Datei „Dream.ini“ gesucht und editiert.

Hier gibt es eine Zeile

hamlib-config=rig_pathname=

in der wohl der falsche Port steht. Hier habe ich folgendes eingetragen:

hamlib-config=rig_pathname=COM5

Damit ist auch DREAM nach einem Neustart in der Lage, das Pappradio zu steuern.

Neuer Startablauf beim Radiohören

Um nun die passenden Programme in der richtigen Reihenfolge zu starten, habe ich mir eine BAT-Datei angelegt mit folgendem Inhalt:

@echo off
cd „C:\Programme\Eterlogic.com\Virtual Serial Ports Emulator\“
start VSPEmulator.exe d:\Pair.vspe -minimize -hide_splash

@ping 127.0.0.1 -n 2 -w 1000 > nul

cd „C:\Programme\WinradHD“
start WinradExtIOLoader.exe

@ping 127.0.0.1 -n 2 -w 1000 > nul

cd C:\Programme\Dream
start dream -c 3

Hier sei noch eines zu erwähnt: Beim Virtual Serial Port Emulator habe ich die Konfiguration des COM-Port-Paares abgespeichert und diese wird über die Kommandozeile dem Programm zugeführt.

Die „PING“-Anweisungen dienen jeweils dazu, dem Ablauf der Datei ein wenig Zeit zu verschaffen, um die einzelnen Programme auch ordentlich zu starten.

Zum guten Schluss

Diese Anleitung ist sicherlich nur ein Weg, der zum Ziel führt – hat aber den Charme, dass er „relativ einfach“ das erledigt, was er soll. Falls jemand über andere Wege zum Ziel kommt, kann er gerne hier Bescheid geben 🙂 Sicher sind diese Informationen genauso richtig und wertvoll, wie diese hier.