Ein Bandpassfilter macht alles gut?

Ob die Eingangsbehauptung stimmt, wird sich noch zeigen, der erste Eindruck ist aber immerhin schon mal der, dass mein Bandpass-Filter, welches nach DGØSA’s Vorgaben aufgebaut wurde, nichts kaputt macht. Das Filter fügt sich mit einem SWR von 1:1.1 in das Gesamtkonzept meiner QRP-Station ein. Ich werde in den nächsten Tagen die Sache mal am Spektrum-Analyzer prüfen, ob die von mir als störend empfundenen Oberwellen durch das Filter nun beherrschbar wurden, so dass ich mir nicht nachsagen muss, über 5 Bänder hinweg hörbar zu sein 🙂 Obwohl das schon im Grundaufbau der Mosquita schon relativ gut im Griff war… aber man ist ja in gewissen Dingen „Perfektionist“.

Die ersten 70 QSOs …

… mit der Mosquita waren sehr aufschlussreich: An einem thermischen Wattmeter gemessen habe ich eine Sendeleistung von ca. 3 Watt und mit diesen 3 Watt habe ich so viel Spaß, als wären es 30 🙂 Die Mosquita zeichnet sich durch eine relativ stabile Arbeitsfrequenz aus – im Laufe eines Sendezyklus von 1-2 Minuten (also ein normaler CW-QSO-Durchgang mit 18 WPM) wandert das Ding lediglich um 20-30 Hz weg. meine Gegenstationen empfanden es bisher nicht als sonderlich störend – da ich mit meinem Signal innerhalb der Filterbandbreite bleibe und ich selbst während dessen ich auf Empfang bin, das Signal immer wieder zurück auf „Schwebungs-Null“ nehme.

Die Stromaufnahme bleibt mit 500-600 mA innerhalb der erwarteten Parameter und es erfolgt seitens des PA-Transistors keine nennenswerte Erwärmung.

Was jetzt noch zwingend erfolgen muss ist ein Bandpass-Filter hinter der Mosquita, da ich noch nicht so ganz glücklich bin mit den Oberwellen-Aussendungen. Hier bin ich aber bereits dabei, eine Lösung zu finden.

Alles in Allem macht es jedoch riesigen Spaß, mit seinem eigenen Selbstbau „on Air“ zu sein 🙂

Einbau des CW-Filters YF-122CN für FT-857 und dessen Beurteilung

Gestern Abend baute ich in meinen Yaesu Ft-857D das Collins-Filter YF-122CN ein. Hierbei handelt es sich um ein 300 Hz Quarzfilter, welches für CW und die digitalen Betriebsarten einsetzbar ist. Der Einbau gestaltete sich relativ einfach und war binnen weniger Minuten erledigt.

Der Einbau

Einfach 7 Gehäuseschrauben (3 an der Oberseite und 4 an den Seiten links und rechts) entfernen und den Gehäusedeckel vorsichtig abheben. Dabei das Lautsprecherkabel beachten und vorsichtig aus seinem Steckplatz entfernen.

Das Collins-Filter wird nun mit der Bestückungsseite nach oben (also so, dass das Quarzgehäuse nach oben schaut) auf einen der beiden freien Filtersteckplätze gesteckt. Welcher ist dabei egal, Fil 1 bietet sich von der Logik her jedoch an.

Das Quarzfilter ist nun über das Menü aktivierbar (über der entsprechenden Bedientaste wird „300“ eingeblendet).

Beurteilung

Das Filter habe ich gestern nur kurz getestet (war schon relativ spät abends), bin jedoch von dessen Leistungsfähigkeit schon sehr überzeugt. Ich testete es anhand zweier QSOs im CW-Bereich, wobei hier immer wieder auch ein Vergleich mit dem 240 Hz DSP-Filter vorgenommen wurde. Beim 300 Hz Quarzfilter ist das Empfangssignal wesentlich klarer und die Beeinträchtigung durch starke Nachbarstationen ist nicht mehr so massiv bemerkbar wie beim DSP-Filter, der zwar die Nachbarsignale akkustisch unterdrückt, jedoch das Nutzsignal dennoch irgendwie massiv durch die Nachbarsignale beeinflussen lässt.

Im Digitalbetrieb habe ich das Filter anhand eines PSK31-QSOs und eines PSK63-QSOs testen können, wobei mich hier das Filter noch mehr überraschte: Das Signal von VE9DX konnte ich ohne das Filter, aufgrund der starken russischen Stationen auf dem 20m-Band zum Testzeitpunkt in PSK63 im Wasserfall erahnen, jedoch nicht decodieren. Das Quarzfilter schaffte es, dass das Signal zu 100%(!) decodierbar wurde. Ein Vergleich mit dem DSP wiederum lies das Signal wieder unterhalb der Decoderfähigkeiten verschwinden.

Fazit

Für mich war die Investition von gerade einmal 100 Euro (da ich es neu über einen namhaften Händler bezogen habe) kein rausgeworfenes Geld. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten die Fähigkeiten des Filters (besonders in Contesten) schätzen lernen werde.