Raspberry Pi als D-STAR-Hotspot

Mich hat es wieder einmal gereizt, unnötiges Geld auszugeben, hi. Diesmal ist für knappe 100 Euro das DVMEGA RPI Radio-Modul gekauft worden. Das Modul hat mich bereits erreicht heute, ich muss es nur noch im Raspberry Pi einbauen.

Das passende OS-Image für den Raspberry habe ich von der Maryland-D-Star-Seite heruntergeladen und entsprechend der dortigen Anleitung installiert und konfiguriert, so dass eigentlich heute Abend, wenn ich das Radio-Modul eingebaut habe, der Betrieb an sich losgehen kann. Die Downloadzeiten und die Zeit für das reine Schreiben des Images (8 GB groß) auf die SD-Karte nicht mitgerechnet, war es wohl ein Zeitaufwand von ca. 10-15 Minuten, bis alles konfiguriert war. Ich spare mir jetzt hier eine Anleitung, wie das alles verlief, ich finde, die Doku auf der Website (als PDF mit bissel mehr als 20 Seiten) ist ausführlich und genau genug, dass man, wenn man eine Maus bedienen kann und die englische Sprache beherrscht, das auch hinbekommt.

Ich bin jetzt echt nur mal gespannt, wie sich der Hotspot-Betrieb so anfühlt. Aktuell nutze ich ja DB0IKS zum Einstieg ins D-Star-Netz, was aber aufgrund der einigermaßen ungünstigen HF-Situation sehr grenzwertig verläuft, was meine Aussendungen angeht. Es klappt zwar, aber je nach Witterung bin ich teilweise unterhalb dessen, was an notwendiger Stabilität zu liefern ist, um eine Verbindung zum Repeater zu halten. Das ist jetzt Geschichte mit dem Hotspot.

Sobald hier mehr Erfahrungen vorliegen, werde ich mich natürlich noch einmal melden.

DAB-Player für Windows 7 (und später)

Unter Funkamateuren sind die DVB-T-Sticks mit Realtek-Chipsatz mittlerweile ja recht gut verbreitet. Jetzt ist es auf Dauer sicherlich auch mal ganz interessant, diese Sticks nicht nur als SDR zu nutzen (z.B. mit SDR# oder HDSDR) sondern vielleicht auch mal „ernsthaft“ als DAB(+)-Empfänger! Das geht mit diesen Sticks nämlich auch einwandfrei.

Das Einzige, was man dazu benötigt, ist ein Stück Software, welches derzeit aktuell kostenlos im Internet zu finden gibt. Am einfachsten und zuverlässigsten unter folgender URL: http://ukwtv.de/cms/downloads-aside/281-dab-player-von-andreas-gsinn.html.

Ich selbst nutze dieses Programm seit mehreren Monaten, um im Büro am PC DAB-Sender zu lauschen. Bisher kann ich mich über die Funktionsweise und Empfangsqualität nicht beschweren.

Schön sind solche „Nebensachen“ wie die Journaline-Darstellung, Slideshow-Anzeige und die Ausgabe verschiedener technischer Informationen zum aktuellen Stream – was sicherlich den technisch interessierten Zuhörern ganz gut gefallen dürfte, mal etwas mehr über die Sender zu erfahren, als man so aus dem schnöden Display lesen kann.

Schaut es euch einfach mal an!

 

DARC-App für Android aktualisiert

DARC-App für Android
DARC-App für Android

Wie man auf der Webseite des DARC in einer aktuellen Meldung lesen kann, ist die DARC-App für Android aktualisiert worden und über den Play Store von Google  für 2,69 Euro zu beziehen.

Über den Preis der App kann man streiten – immerhin hat der DARC e.V. eine Software-Schmiede beauftragt, dieses Programm zu entwickeln, also muss das auch irgendwo bezahlt werden und ich persönlich finde es nur ok, dass man die Kosten nicht allgemein auf die Mitglieder umlegt, sondern eben durch den trägt, der das Programm nutzt. Und mal ehrlich: Einmalig einen Betrag unter 3 Euro zu zahlen und damit für alle Zeiten ausgesorgt zu haben in dem Sektor ist doch auch nicht übel 🙂

Ich habe mir jedenfalls diese App einmal auf mein Handy und mein Tablett geladen (hierbei wird übrigens der Betrag nur einmal fällig, solange alle Android-Geräte über das gleiche Google-Konto angemeldet sind, also wird die Sache von Minute zu Minute erträglicher) und ein wenig damit herumgespielt. Was soll ich sagen: Mein erster Eindruck ist, dass die GUI recht ordentlich und sauber aufgeteilt und aufgeräumt daher kommt. Das Programm selbst scheint intern jedoch noch ein wenig verbesserungswürdig zu sein, was die Programmabläufe selbst angeht, denn mein Samsung S3 Mini (Handy) wie auch mein Motorola Xoom (Tablett), die beide eigentlich leistungstechnisch sich im Mittelfeld bewegen, melden immer wieder, dass die Applikation nicht mehr reagiert. Ein Klick auf „warten“ regelt die Sache dann meist binnen 10-30 Sekunden und es geht trotzdem weiter. Hier scheint der ein oder andere Hintergrund-Thread die Oberfläche an sich ein wenig hängen zu lassen.

Ein erster Test (Download von vier veröffentlichter CQDL-Ausgaben) auf mein Tablett über eine wirklich breitbandige Internet-Anbindung brachte auch hier ein wenig Ernüchterung: Eigentlich (!) wäre die Sache von der Bandbreite her in wenigen Minuten erledigt gewesen, da es sich ja nicht um so wahnsinnig viele Dateien handelte und diese so größenmäßig sich bei ca. 60-70 MB bewegten, Fakt war, dass trotz einer wirklich breitbandigen Anbindung mit 54 MBit/s (nach hinten raus wurde es nur noch schneller, da ich mich im Uni-Netz bewegte und hier zum fraglichen Zeitpunkt am späten Abend eigentlich auch recht alleine im Netz war) der Download mich knapp 1/2 Stunde beschäftigte.

Auch weiß man nicht so recht, ob Downloads, die man mal angestoßen hat, im weiteren noch weiter verarbeitet werden. So stehen bei mir z.B. noch alle restlichen CQDL-Ausgaben zum Download an in der App (werden hier auch mit einem noch zu füllenden Fortschrittsbalken als noch nicht heruntergeladen markiert), aber so richtig einen Fortschritt kann ich auch 24 Stunden nach dem ersten Download der oben erwähnten 4 Ausgaben nicht feststellen. Eine Möglichkeit, den Download abzubrechen und neu zu starten wäre hier ganz dringend ein Punkt, den man einbauen sollte!

Nachteilig hier, dass man irgendwie auch nicht den Download, den man einmal angefordert hat, stornieren kann. Hier sollte evtl. nachgebessert werden. Optisch stellt das Programm sich nämlich so dar, als würde irgendwas hängen und es gibt kein Feedback darüber, was überhaupt jetzt passiert – zumindest kein richtig offensichtliches.

CQDL im maximalen Zoom
CQDL im maximalen Zoom

Schön wäre auch, aber da sprechen vermutlich politische Gründe dagegen, dass man die heruntergeladenen Dokumente wie CQDL, Rundspruch oder DX-Mitteilungsblatt auch außerhalb der Applikation öffnen könnte. Aktuell wird leider nur die Sache im eigenen Viewer angezeigt, dessen Zooming-Verhalten auch grenzwertig ist. Ich würde mir einen noch höheren Zoom-Faktor wünschen, da auf dem S3 mini die CQDL auch im maximalen Zoom nur schwer zu lesen ist.

Was die Inhalte, die aktuell angeboten werden, angeht, würde ich mich auch noch weitere Dokumente wünschen, die im Online-Angebot des DARC zu finden sind. So wäre es doch sicherlich nicht schlecht, auch eine PDF-Version der Satzung oder andere Merkblätter online zu bringen in die App. Vielleicht wird mein Vorschlag an dieser Stelle ja erhört 🙂

So alles in Allem würde ich sagen, ist die App auf einem guten Weg und redaktionell sicherlich noch ausbaufähig. Um sich die Schlepperei diverser Papier-Ausgaben der CQDL zu ersparen bzw. die aktuellen Ausgaben immer bei sich zu haben, ist die App jetzt schon gut zu brauchen – vorausgesetzt, der Download funktioniert.

Erste Gehversuche in Python mit dem Raspberry Pi

Als ich die Oktober-Ausgabe der CQDL in Händen hielt verganges Jahr, erregte ein Bericht besonders meine Aufmerksamkeit: Es wurde ein Kleinstrechner namens „Raspberry Pi“ vorgestellt und die Anwendung dessen im Amateurfunk skizziert. Da ich grundsätzlich neuen technischen Dingen sehr aufgeschlossen gegenüber bin, dachte ich mir „bestelle ich mir doch auch einen“. Mittlerweile habe ich sogar zwei solche Teile – einer davon mit dem PiFace-Interface. Mit diesem Interface ist es möglich, 8 Ein- und Ausgänge digital zu schalten.

Da ich nun auch ein wenig Python lernen wollte, kam mir die Idee, eine erste Version eines Baken-Controllers zu programmieren, welcher nix anderes tut, als einen beliebigen Text in Form von Morsezeichen über eine Datenleitung auszugeben. Im Grunde also eine ganz simple Angelegenheit.

Mit der getasteten Datenleitung lässt sich unmittelbar der Tasteingang eines Funkgerätes schalten.

Ein möglicher Anwendungsfall wäre hier z.B. die Erzeugung einer Bake im Portabel-Betrieb oder für Messungen an der eigenen Station.

Wer sich den Python-Code einmal anschauen möchte, kann ihn entsprechend unter diesem Link in der jeweils aktuellsten Version herunterladen.

Eine Modifikation des Quellcodes, um die GPIO-Schnittstelle direkt zu nutzen, sollte sich auch mit wenig Aufwand durchführen lassen.

PappradioSDR – ein Open-Source SDR-Programm

Nutzer des HCJB-Pappradio sollten jetzt einmal genauer hinschauen, denn es gibt hier neue Entwicklungen: Es gibt nun ein speziell für das Pappradio entwickeltes SDR-Programm, das PappradioSDR. Entstanden ist dies aus der Idee heraus, ein Steuerungsmodul für das Pappradio unter Linux zu entwickeln. Stefan Fendt, der Entwickler dieser Bibliothek, hat dann relativ schnell erkannt, dass es um die Bibliothek herum auch ein Programm benötigt, welches diese nutzt.

Mittlerweile (nach nur 1/2 Jahr Entwicklungszeit als Hobbyprojekt) ist daraus ein sehr brauchbares Programm geworden, welches unter Linux wie unter Windows einsetzbar ist.

Wer es selbst kompilieren möchte, der kann sich unter http://code.google.com/p/pappsdr/source/checkout den Quellcode des Programms und unter http://code.google.com/p/libpappradio/source/checkout den Quellcode der Bibliothek selbst besorgen. Wer einfach nur mal das Progamm unter Windows testen möchte und hier einen relativ aktuellen Build installieren möchte, der findet unter http://code.google.com/p/pappsdr/downloads/list zum einen einen Installer, der das Programm unter Windows installiert, aber auch eine ZIP-Datei, die alle notwendigen Dateien enthält und welche man einfach in ein beliebiges Verzeichnis entpackt und dann die EXE-Datei startet.

Auch gibt es ein Handbuch, welches zwar noch nicht komplett ist, aber dennoch die wichtigsten Dinge enthält.

Man sollte sich die Sache als Besitzer des Pappradio einfach mal anschauen und die weiteren Entwicklungen beobachten 🙂

Sondersendung zum 50-jährigem Jubiläum des AMRS

Wie ich durch Zufall gestern erfahren durfte, fand heute (wie auch vergangenen Sonntag) eine Sondersendung auf Kurzwelle anlässlich des 50-jährigem Jubiläum des AMRS (Austrian Military Radio Society) statt. Ich habe die komplette Sendung wie auch den kompletten Bestätigungsverkehr einmal aufgezeichnet (mit meinem FT-857D) und ins MP3-Format konvertiert.  Zu Empfangen war die Sendung wie auch die Bestätigungsstation hier in JN39KF mit S9+20dB. Hier kann man sie entsprechend anhören:

Sondersendung 50 AMRS

Bestätigungsverkehr 50 AMRS

Der Bestätigungsverkehr ist aus betriebstechnischer Sicht interessant zu beobachten, denn es gib hier diverse „Bilderbuchfehler“ zu beobachten, die so eigentlich nicht sein sollten. Dennoch lief das ganze recht gesittet ab, wenn ich es abschließend betrachten darf.

Zur technischen Ausstattung auf meiner Seite (um den Empfang entsprechend beurteilen zu können):

Empfänger für Radiosendung und Bestätigungsverkehr: Yaesu FT-857D

Antenne: 22m Endfeed-Draht in West-Ost-Richtung, unter Dach, ca. 10m über Grund

Tuner: LDG YT-100 – beim Sendungsempfang auf „bypass“ geschaltet

Sendeleistung beim Bestätigungsverkehr auf meiner Seite: 50 Watt