MMDVM_HS_Dual_Hat, ein Hotspot, der eigentlich ein Relais ist

Endlich ist er da, der Prototyp vom MMDVM_HS_Dual_Hat. Bei dieser Platine handelt es sich um einen Hotspot, der Duplex-Betrieb erlaubt und sich somit wie ein echter Repeater, nur eben mit etwa 10 mW, verhält. Der Vorteil hier ist, dass man erstmalig die Möglichkeit besitzt, zwei Zeitschlitze gleichzeitig bedienen zu können. Also im Grunde eine sehr gute Lösung z.B. für OV-Veranstaltungen an Orten, wo keine DMR-Repeater verfügbar sind. Ich habe diesen frühen Prototypen von DF2ET zur Verfügung gestellt bekommen, um in erweiterter BETA-Test-Phase etwaige Bugs oder Probleme zu lokalisieren.

Die Platine selbst ist mit einer Steckleiste zum Aufstecken auf Raspberry Pis ab dem Modell B+ (also alle, die die lange GPIO-Leiste besitzen) gedacht und tut bei mir ihren Dienst auf einem Raspberry Pi 3. Hier habe ich ihn jetzt vergleichbar der Repeater im Saarland konfiguriert und er läuft aktuell mit meiner Repeater-Test-ID im BrandMeister- und XLX-Netz.

Das jeweils im BrandMeister gültige Setup kann man dem Repeater-Dashboard beim BrandMeister entnehmen. Ich behalte mir aus persönlichen Gründen entsprechende Änderungen der Talkgroup-Belegungen vor.

Das Video ist übrigens von DO7EN bei Youtube eingestellt worden und stellt den MMDVM_HS_Dual_Hat in Wort und Bild vor. Viel Spaß beim Zuschauen.

Wer Fragen zu dieser Lösung hat, vor allem, was die Beschaffung etc. angeht, der kann sich gerne an die genannten Herren wenden und wird dort sicherlich weiterführende Informationen hierzu erhalten.

Ich selbst werde wohl demnächst hier über meine weiteren Erfahrungen mit diesem Hotspot berichten, der übrigens wie der DVMEGA zum Beispiel auch, über den MMDVMHost angesteuert wird und alle Betriebsarten, die dieser anbietet (DMR, D-STAR, YSF/C4FM, P25, NDXN), unterstützt.

Artikelbild: MMDVM_HS_Dual_Hat by DB9MAT, DF2ET and DO7EN, Quelle: https://github.com/phl0/MMDVM_HS_Dual_Hat

Twitter DMR-Runde quervernetzt

Seit Oktober 2017 gibt es die Twitter DMR-Runde. Hier trifft sich eine Reihe funkbegeisterter Menschen jeden Donnerstag-Abend, um nach einem kurzen Check-In ab 20:15 Uhr verschiedene Themen rund um den Amateurfunk zu bereden. Dabei wird reihum das Mikrofon rund rund gereicht, so dass jeder mal die Möglichkeit hat, seine Gedanken und Ideen zu dem aktuellen Thema kund zu tun.

Seit knapp einer Woche etwa bestand nun eine Vernetzung der BrandMeister-DMR Talkgroup 263333 mit dem YSFReflector DE Twitterrunde, seit gestern Abend ca. 22:15 Uhr besteht nun auch eine Quervernetzung zum XLX518, Modul T.

Wie funktioniert die Vernetzung nun?

Wie gesagt, besteht ein Dreiergespann in der Vernetzung. Wer per YSF einsteigt, verbindet sich mit dem Reflektor „DE Twitterrunde“, dieser hat die ID 95352 im YSFReflector-System. Per DMR im BrandMeister-Netzwerk nutzt man, wie gewohnt, die TG 263333. Neu ist jetzt ja die Verbindung per DSTAR: hier verbindet man sich zum Beispiel per DCS-Protokoll mit dem Reflektor DCS518T (URCALL: DCS518TL). Damit dies funktioniert, muss auf dem Repeater in der entsprechenden Hosts-Datei der DCS518 mit seiner Hostadresse xlx518.n18.de eingetragen sein – Vergleichbares gilt für Hotspot-Lösungen.

In der Regel sollten die XLX-Reflektoren bei den automatischen Aktualisierungen der Host-Dateien für das ircddbgateway der verbreiteten Images vorhanden sein.

Muss man beim Betrieb etwas beachten?

Da hier drei Systeme miteinander vernetzt sind, ist es umso wichtiger, die Grundregeln in der DV-Kommunikation einzuhalten:

  • Vor dem Rufen hören!
  • Sprechpausen einhalten!
  • Mikrofonübergaben machen!

Dashboards

Da nun für die Nutzung dieser verschalteten Systeme ein gewisser Drang herrscht, die Sache zu kontrollieren, ob alles sauber funktioniert, gibt es natürlich zu jedem System auch ein Dashboard:

Wir wünschen viel Spaß und hoffen auf diesem Weg in die Twitter-Runde viele neue Nutzer mit hinzu zu bekomen!

BlueDV und der DVMEGA unter Windows

Inzwischen ist die BlueDV-App von David – PA7LIM schon richtig gut weitergekommen, so dass ich an dieser Stelle einmal kurz auf die App eingehen will:

Nicht nur, dass die Bedienoberfläche aufgeräumt und ohne unnötig verwirrende Inhalte daher kommt, die Software funktioniert mit dem DVMEGA tadellos! Hier hat David ganze Arbeit geleistet und merkt dem Projekt die Erfahrung in der Programmierung schon an.

Die Software unterstützt den parallelen Betrieb in allen drei unterstützten Betriebsarten DMR, C4FM (YSF oder FCS-Reflectoren) und DSTAR. Natürlich ist auf der HF-Seite immer nur eine Betriebsart möglich, aber man hat in der Benutzeroberfläche immer den Überblick, was gerade auf allen verbundenen Reflektoren so geschieht – ein ganz klarer Trupf gegenüber vergleichbarer Software für andere Hotspots.

Zusammen mit dem DVMEGA hat man mit dieser Software, die auch unter Android eine Schwestern-Entwicklung laufen hat, an der parallel zu dieser App auch immer wieder gearbeitet wird, einen Hotspot für den heimischen Schreibtisch, die unter Windows ihren Vergleich sucht!

 

Dashboard für MMDVMHost

Seit einigen Tagen entwickle ich an einem Dashboard für den MMDVMHost, der Bestandteil vieler DSTAR- und DMR-Hotspots und Homebrew-Relais sein dürfte. Das Projekt ist bei Github gehostet und kann unter https://github.com/dg9vh/MMDVMHost-Dashboard heruntergeladen bzw. mit git clone als lokale Kopie des Repositories angelegt werden.

Bisher werden Informationen zum Systemstatus, zum Verlinkungsstatus des Relais wie auch eine Last-Heard-Liste abgerufen werden.

Das Dashboard wird bereits bei einigen Relais eingesetzt, was mich natürlich motiviert, hier mit der Entwicklung und Verfeinerung am Ball zu bleiben.

Erste Schritte mit BlueSpot, BlueStack und dem DVMEGA RPI RADIO-Modul

Heute kam es man, das anfangs der Woche in den Niederlanden bestellte BlueStack-Modul. Natürlich habe ich es umgehend mit dem bereits vorhandenen, aber bisher in einem Raspberry Pi als D-STAR-Hotspot verbautem, DVMEGA RPI RADIO-Modul verheiratet. Ebenso schnell war die passende App BlueSpot aus dem Google Play Store installiert. Nach einer kurzen Konfigurationsphase lief die Sache dann auch:

BlueSpot Version 1.0.36
BlueSpot Version 1.0.36

Nach kurzer Fehlersuche, worin Aussetzer bzw. komplett fehlender Ton bei meinen Aussendungen begründet lagen – es zeigte sich, dass die Anbindung des Android-Phones per WLAN nicht stabil genug für den Betrieb war, also war ein Umschwenken auf UMTS die Lösung – gingen erste D-STAR QSOs vollkommen problemlos!

Nachmittags geführte DMR-QSOs waren sogar unproblematisch mit der wackeligen WLAN-Anbindung drin! Achja, zu DMR sei an dieser Stelle vorneweg schon mal eines gesagt: Aktuell(!) sind DMR-Verbindungen ausschließlich ins Brandmeister-Netz möglich – eine Nutzung des Homebrew-Protokolls für DMR-Repeater im DMRplus-Netz ist aktuell wohl aus Netzseite her gesperrt.  Evtl. ist hier zukünftig mit einer Freischaltung und Veröffentlichung aktueller Spezifikationen zu rechnen. Jedoch gilt hier: Nichts genaues weiß man nicht!

BlueStack mit DVMEGA RPI RADIO-Modul
BlueStack mit DVMEGA RPI RADIO-Modul

Den Bluestack speise ich aktuell übrigens mit einem Powerpack. Ohne jetzt den Stromverbrauch selbst gemessen zu haben (wird evtl. mal demnächst noch kommen) vertrauen wir hier mal den Herstellerangaben, die da sagen, dass eine Speisung aber auch aus dem USB-Port eines Rechners wie auch über ein Steckernetzteil mit Micro-USB-Anschluss möglich wäre.

Supportseitig muss ich David – PA7LIM an dieser Stelle mal sehr lobend hervorheben! Auf meine englischsprachige Supportanfrage antwortete er binnen wenigen Minuten in einem sehr freundlichen, ausführlichen Tonfall. Er zeigte sich auch sehr interessiert an Kontakten zum DMRplus-Entwicklerteam. Ich hoffe ihm an dieser Stelle irgendwie helfen zu können.

Unter dem Strich, wenn DMRplus irgendwann einmal integriert ist, könnte diese Lösung eine ideale Lösung für den Urlaub darstellen, da sie außer den beiden kleinen Platinen und einem Android-Handy mit Daten-Anbindung keine weitere Hardware wie z.B. Raspberry Pi oder dergleichen benötigt. Mit dem Manko, dass aktuell nur das Brandmeister-Netz nutzbar ist, sieht die Sache ein wenig trauriger aus. Im Brandmeister-Netz ist ja, was deutschsprachige QSO-Partner angeht, noch nicht so viel zu reißen.

DV4mini – mein Einstieg in DMR

Nachdem ich jetzt seit kurzem stolzer Besitzer eines DV4mini-Sticks bin, den ich an einem Banana Pi Pro betreibe, habe ich seit noch kürzerem, genauer seit 2 Tagen, meinen Einstieg in DMR geschafft. Ich habe ein Tytera TYT MD-380 erworben, dieses mit einem Codeplug von DK3RC bespielt und entsprechend ein wenig an meine Bedürfnisse angepasst. Was ich noch hinzugefügt habe, waren ein paar Relais wie z.B. DB0UT und das mir bekannte Luxemburger DMR-Relais LX0RU.

Was mich begeisterte, war die Tatsache, dass ich das ca. 60 km entfernte DB0UT mit dem Funkgerät (5 Watt) an einer Magnetfußantenne auf dem Fensterbrett sicher arbeiten kann. Hätte ich aufgrund der Entfernung und der dazwischen liegenden Topographie nicht erwartet.

Mein subjektiver Eindruck zu DMR ist folgender: Die so hochgelobte „bessere Modulation“ gegenüber D-Star ist marginal besser: Setzt man bei beiden Betriebsarten entsprechend gute Signale voraus, ist der Klangunterschied wohl kaum der Rede wert – ich habe es mal verglichen mit dem Unterschied in SSB bei einem 2400 bzw. 2700 hz-Filter. Was die Qualität von Signalen im Grenzbereich angeht, da hat DMR aufgrund des besseren Codecs die Nase vorn – das muss man neidlos anerkennen.

Zum DV4mini noch ein paar Worte: Nachdem ich den DV4mini ca. eine Woche im D-Star-Testbetrieb hatte und ihn quasi direkt mit meinem DVMEGA-RPI-Radiomodul vergleichen konnte, war ich von dessen Leistung im D-Star-Sektor nicht begeistert: Ich hatte immer wieder Abbrüche in den Durchgängen, wobei hingegen beim DVMEGA die Sache problemlos übertragen wurde. Im DMR-Betrieb jetzt macht der Stick schon eine ganz andere Figur: Hier spürt man keinen Unterschied zum Relaisbetrieb: Es funktioniert einfach. Ohne murren. Vorausgesetzt, man wählt den passenden DMR-Master aus. Hier ist individuelles Probieren angesagt, denn welcher Master wo am besten funktioniert hat z.B. mit dem Internet-Provider, der Anzahl der User auf dem Master und und und zu tun.

Was das Tytera TYT MD-380 angeht, bin ich aktuell von dem Preis/Leistungs -Faktor zufrieden, auch wenn das Gerät den ein oder anderen Bug aufweist (siehe Buglist von Radiosification). Zu den dort gelisteten, die nicht unbedingt für reine Amateurfunk-Nutzung relevant sind, kommt ein Bug hinzu, der schon störend ist: Wenn jemand spricht, kommt man nicht ins Menü rein! Das sollte der Hersteller unbedingt in einer neuen Firmware-Version korrigieren. Ansonsten muss ich sagen, für die knapp 150 Euro, die ich dafür bezahlt habe (dafür bekam ich das Gerät mit 2 Antennen, einer Ladeschale mit Netzteil, einem Lautsprecher-Mikrofon, einer Ohrhörer/Mikro-Kombi und ein USB-Programmierkabel) ist es ein brauchbares Gerät, was den Einstieg in DMR sicherlich gut machbar macht. Verglichen mit Hyterola-Geräten ist natürlich die Sache hintenan, weil sicherlich der höhere Preis sich in besserem Handling und schnelleren Reaktionszeiten zeigt.