IARU Region 1 Fieldday Contest, CW

Vergangenes Wochenende war er, der IARU Region 1 CW-Fieldday-Contest. Wie all die Jahre vorher auch, nahm unser OV auch in diesem Jahr unter dem Clubrufzeichen „DL0IT/p“ in der QRP-Klasse teil. Welche Ergebnisse wir einfahren konnten, seht ihr weiter unten.

Die OPs hatten an diesem Wochenende mit mäßigen Bedingungen zu kämpfen, nicht nur, dass die Conds einigermaßen mittelmäßig waren, auch machte der benutzte Transceiver leichte Probleme. Besonderen Dank an dieser Stelle an alle, die als Helfer oder Operator an DL0IT/p zur Verfügung standen – ihr seid ein klasse Team! Doch nun Butter bei die Fische, sprich, was sagt das Log-Ergebnis?

Wir haben 306 QSOs zu Stande gebracht, was uns einen Claimed Score von 84969 einbrachte. Nunja, für eine Teilnahme in der QRP-Klasse sicherlich nicht schlecht, aber endgültig kann hierzu nur was gesagt werden, wenn die ersten Ergebnisse seitens des Auswerters veröffentlicht werden. Bis dahin heisst es: Daumen drücken!

Was sind Sporadic-Es?

Wer mal auf den rechten Sidebar schaut, findet dort unten eine Grafik, die uns irgendwas über „Sporadic-Es“ erzählen will, doch: Was genau sind Sporadic-Es? Welchen Einfluss haben sie auf den Funkbetrieb und kann man sie positiv ausnutzen?

Um zu erklären, was Sporadic-Es sind, muss ich ein wenig ausholen: Die Erde ist von verschiedenen Athmosphärenschichten umgeben. Die Inonosphäre ist eine von diesen, die wiederum selbst in mehrere Teilschichten in verschiedenen Höhen unterteilt ist.

Eine dieser Schichten ist die sogenannte E-Schicht in der Höhe von ca. 110-130 km. Sie ist auf der Tageslichtseite der Erde ausgebildet und ihre Ionisierung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer dieser Faktoren ist z.B. die Sonneneinstrahlung, der sie ausgesetzt ist. Im Sommer kommt es an der unteren E-Schicht zur Ausbildung sehr starker, lokaler Ionisierungen, die man dann sporadische E-Schichten nennt, oder eben auch Sporadic-Es.

Ein positiver Seiteneffekt dieser Sporadic-Es ist es, dass Funkwellen hier besonders reflektiert werden, was wir als Funkamateure uns natürlich positiv zu nutzen machen, um Verbindungen über weitere Entfernungen zu realisieren, indem wir quasi diese sporadische E-Schichte als Reflexions-Punkt nutzen, um z.B. Funkwellen im 2m-Band (144-146 MHz) über die sonst übliche und gängige Distanz hinweg zu verbreiten.

Solche Verbindungen werden übrigens auch „Scatter“ genannt, doch dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

Amateurfunk kann Leben retten!

Im vergangenen Monat, beim schweren Erdbeben in China, hat man es auch wieder gesehen, Amateurfunk hilft, wenn nix mehr geht. Heute, wie damals, sind es meist Funkamateure, die die erste Kommunikation in Unglücksgebiete herstellen und Klarheit über die tatsächlichen Zustände schaffen. Der nachfolgende Film aus dem Jahr 1939, zeigt, wie damals, mit den zu dieser Zeit bestehenden „primitiven Mitteln“ Amateurfunk die erste und häufig einzige Kommunikationsmöglichkeit war.


Wie es nicht gehen sollte…

Am kommenden Wochenende steht der IARU Region 1 CW-Fieldday auf dem Plan. Das bedeutet, dass wieder viele Clubs raus aufs Land ziehen, um Antennen aufzustellen und an diesem Contest teilzunehmen.

Hierfür werden in der Regel portable Antennenmasten mit sehr großen Antennen bestückt, die dank fachgerechter Abspannung dann auch sicher betrieben werden können. Wichtig hierbei ist, dass Mast und Antenne in den Dimensionen aufeinander abgestimmt sind.

Was man auf keinen Fall tun sollte, ist eine zu große Antenne auf einen zu instabilen Mast zu setzen – dies kann durchaus ins Auge gehen.

Genaueres zeigt dieses Video:

SOTA – Funkaktivitäten von Bergen

Funkamateure sind vielseitig, das zeigt sich immer wieder. Nicht nur in der Vielfalt der Betriebsarten, sondern auch in der großen Varianz der Standorte, von denen Funkbetrieb gemacht wird, kann man dies sehr deutlich erkennen.

Dieser Artikel dreht sich um das Thema SOTA – Summits on the Air. SOTA ist ein Aktivitätsprogramm, welches in den letzten Jahren immer beliebter wurde, aktuell jedoch in Deutschland einen tiefen Schlag erhielt, weil grundlegende Regeln, die die Auflistung der Berge betreffen, verändert wurden, was dazu führte, dass sehr viele Berge in Deutschland aus dem Programm genommen werden müssen zum Jahreswechsel 2008/2009.

Doch dies sind administrative Dinge, die ich hier nicht weiter behandeln möchte, sondern ich möchte kurz das Programm an sich vorstellen:

SOTA hat es sich zur Aufgabe gemacht, Berggipfel zu aktivieren. Diese Gipfel müssen in einer Referenzliste geführt sein und werden dort mit einer entsprechenden Punktezahl berechnet wird. Grob gesagt: Je höher der Berg, umso mehr Punkte gibt es.

Das Schöne am SOTA (oder auch an vergleichbaren Programmen wie diversen Bergwertungen, Pokalen etc.) ist, dass man sich in der Natur an der frischen Luft bewegt und speziell bei SOTA den netzunabhängigen Funkbetrieb durchführen und dabei die Tücken der Technik erfahren.

Ausbildungsrufzeichen

Ein geniales Hilfsmittel bei der Ausbildung angehender Funkamateure kann ein sogenanntes Ausbildungsrufzeichen sein. Dieses ist in Deutschland am Prefix DN zu erkennen und erlaubt nicht-lizenzierten Personen die Benutzung eines Amateurfunkgerätes unter Aufsicht des Rufzeicheninhabers des Ausbildungsrufzeichens auf den Bändern, die dieser mit seiner eigentlichen Lizenz arbeiten darf.

Derzeit werden die Ausbildungsrufzeichen in 2 Gruppen unterteilt: Klasse A und Klasse E-zugewiesene Rufzeichen.

Sinn und Zweck der Ausbildungsrufzeichen ist der Ausbildungsbetrieb. Es ist nicht angedacht, auf diesem Weg eine permanente Einsteigerlizenz zu realisieren. Ausbildungsbetrieb bedeutet, dass mit dem Rufzeichen echter Funkbetrieb gemacht werden sollte im Rahmen der Ausbildung zur Lizenzprüfung.

Ich persönlich bin ebenfalls Inhaber eines Ausbildungsrufzeichens (DN3VH).