Ist CW tot?

Morsetelegraphie (CW) – eine der ältesten Arten, per Funk miteinander in Kontakt zu treten. Zeitgleich ist CW die technisch einfachste Art, Informationen auszutauschen: Ein Sender wird entsprechend der vorgegebenen Codierung eines Zeichens ein- bzw. ausgeschaltet. Der Code, mit dem die Zeichen des Alphabets und die Zahlen, sowie auch die Satzzeichen und Sonderzeichen, in elektrische Signale und schlussendlich in elektromagnetische Wellen umgesetzt werden, wurde in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt. Er entstand aus dem Code, den Samuel Morse für seinen damaligen elektromagnetischen Schreibtelegraphen entwickelte.

Aber auch heute noch finden die Morse-Zeichen, das rhythmische Gepiepse, dass so manchen Zuhörer in Erstaunen versetzt, seine Liebhaber. Auch nach der Abschaffung der Pflicht-CW-Prüfung zur Erlangung der Kurzwellen-Lizenz im Amateurfunk-Dienst ist die Beliebtheit dieser Betriebsart gestiegen – viele, die zum Beispiel standortbedingt keine großen Antennenanlagen aufbauen können oder dürfen, setzen auf die doch sehr weit hörbaren Morsezeichen, die noch dann zu hören sind, wenn die Bedingungen für eine Sprechfunk-Verbindung viel zu kritisch sind.

CW ist also nicht im Sterben begriffen, sondern erlebt im Gegenteil eine neue Renaissance im Amateurfunkdienst.

Warum Contesting?

Immer wieder komme ich in Gesprächen mit anderen Funkamateuren auf das Thema „Contesting“ und muss auf die Frage antworten, was mich daran so fasziniert. Zunächst möchte ich kurz feststellen: Ich bin keineswegs einer dieser Hardcore-Contester, die nahezu jedes Wochenende irgendeinen Contest mitmachen. Für mich gibt es im Jahr ca. sechs Termine, die ich nach Möglichkeit zusammen mit meinem Ortsverband im Contest verbringe. Das wären

  • CQ160 CW-Contest im Januar
  • CQ160 SSB-Contest im Februar
  • IARU Region 1-Fieldday-Contest (CW) im Juni
  • IARU Region 1-Fieldday-Contest (SSB) im September
  • CQWW-SSB-Contest im Oktober und
  • CQWW-CW-Contest im November

Diese sechs Conteste arbeiten wir in der Regel unter zwei Rufzeichen: DL0IT/p (für die Fieldday-Conteste) und DA3A (für die CQ-Conteste).

Was mich am Contesting fasziniert, ist die Tatsache, dass man hier ganz intensiv die Ausbreitungsbedingungen am eigenen Leibe erleben kann. Man ist auf verschiedenen Kurzwellenbändern unterwegs, hat Kontakte in alle Welt und kann hierbei feststellen, wie die Signale sich im Laufe der Zeit auf den verschiedenen Frequenzbändern verändern.

Natürlich spielt auch der massive Technikeinsatz bei den CQ-Contesten eine Rolle – hier sind wir in den vergangenen Jahren immer wieder in der Multi-1-Klasse gestartet, was bedeutet, dass wir eine Running-Station, die auf einem Band CQ-Rufe absetzte und auf Verbindungen wartete, und eine Multiplier-Station im Rennen hatten, wobei die Multi-Station entsprechend den Regularien der Conteste nur die Multiplikatorpunkte auf den anderen Bändern einsammelte.

Um erfolgreich einen Contest zu überstehen (und natürlich eine möglichst gute Positionierung des Endergebnisses zu erhalten) bedarf es hier natürlich auch einer entsprechend guten Vorbereitung. So sind wir in den Sommermonaten stetig damit beschäftigt, die Antennenanlagen für den Herbst zu richten, zu verbessern oder zu erneuern. Wenn dann „der große Tag“ gekommen ist, sind alle damit beschäftigt, einen möglichst gut verteilten Schichtplan unter den Operatorn auszuhandeln. Hier gilt es, jedem Operator nach seinen Fähigkeiten und natürlich nach seinen eigenen Einschätzungen bestmöglichst zu verplanen, an der Running- wie auch an der Multiplier-Station.

Die Auswertung des Contestes läuft nach dem altbekannten Motto: „Nach dem Contest ist vor dem Contest“ – eine vernünftig geführte „Manöverkritik“ gehört hier natürlich genauso dazu, wie das Bier danach *zwinker*.

Alles in Allem sieht man, ist Contesting durchaus eine sportliche, aber auch gesellige Angelegenheit, die sicherlich unter Funkamateuren sehr viele Anhänger hat und in Zukunft, so hoffe ich, auch weiter finden wird!

Wie sieht meine QSL-Karte aus?

Was hier angezeigt wird, ist die Vorderseite meiner QSL-Karte. Doch was genau ist eine „QSL-Karte“ eigentlich? QSL-Karten sind ein wichtiger Bestandteil des Amateurfunks. Sie werden benötigt, um nachzuweisen, mit wem man wann ein QSO (also eine Funkverbindung) hatte und um Diplome beantragen zu können. Sie sind also gewissermaßen die schriftliche Bestätigung der Funkverbindung, so dass man später zum einen ein Erinnerungsstück besitzt, was einen immer wieder an die stattgefundene Verbindung erinnern kann zum anderen aber auch einen Beleg darüber, dass eine Verbindung tatsächlich mit dieser Person stattgefunden hat und diese nicht etwa einfach nur fingiert wurde.

QSL-Karten sind heutzutage in mehreren Formaten gängig, aber nicht unbedingt in jedem Format beliebt! Die traditionelle Papierkarte ist z.B. bei sehr vielen Club-Mitgliedern geliebt und wird auch gerne versendet, da man hier tatsächlich „etwas Richtiges“ in der Hand hat – das Gegenstück, die elektronische QSL-Karte (z.B. von http://www.eqsl.cc) ist dagegen von manch einem noch sehr skeptisch betrachtet und muss sich erst noch ihre Beliebtheit erarbeiten.

Ich selbst versende überwiegend die Papiervariante, da ich auf diesem Wege immer wieder am OV-Abend an längst vergessene Verbindungen erinnert werde (wenn die Bestätigungskarten nach fast jahrelanger Versandzeit bei mir eintreffen).

Dinge aus der Welt des Amateurfunks

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen