DL0AFZ

DL0AFZ, die Clubstation des Amateurfunkzentrums des Deutschen Amateur Radio Clubs in Baunatal (bei Kassel), ist (nach Absprache) für jedes Mitglied vor Ort nutzbar. Sie bietet 2 Kurzwellen-Plätze und einen UKW-Platz, an dem jeweils ein Operator tätig werden kann.

Hier ein paar Fotos von den Antennen-Anlagen:

Internet-Tool für DXer

Viele Funkamateure lieben eines: DX – was „Funkkontakt über sehr weite Entfernungen“ bedeutet. Speziell für diese Gruppe von Liebhabern habe ich einen Web-Tipp ausgegraben, der vielleicht bei vielen schon bekannt ist, für diejenigen, die die Website jedoch noch nicht kennen, eine große Bereicherung darstellen dürfte:

http://www.dxwatch.com/

DXWATCH.COM ist eine Sammlung von Informationsquellen unter einem einheitlichen Layout, die jeder Funkamateur zu schätzen lernen wird. Das Internet-Portal bietet Informationen zu

  • DX-Clustermeldungen (DX-Spots)
  • Ausbreitungsprognosen
  • Ankündigungen
  • DXPeditionen
  • Contest-Ergebnisse
  • und einiges mehr

Ich denke, es ist für jeden zumindest mal ein Projekt, welches man hin und wieder besuchen wird, um sich Infos zu dem ein oder anderen Thema zu sichern.

Mein erstes QSO

Ich glaube, jeder kann sich noch an seine ersten Schritte im Amateurfunk erinnern – das erste Funkgerät, der erste Kontakt, die Aufregung, die man dabei verspürte. Mir ging es damals nicht anders:

Es war im November 1996, als ich in Saarbrücken die Prüfung zur damaligen Klasse C ablegte. Es war ein Samstag. Uns wurde damals mitgeteilt, dass uns im Laufe der nächsten Woche die Lizenzurkunde und damit unser eigenes Rufzeichen zugesendet würde. Ich konnte es also kaum erwarten.

Ein Handfunkgerät, damals ein Dual-Band-Handfunkgerät (Yaesu FT-470 – ich habe dieses Gerät heute noch in Betrieb!) hatte ich bereits, die Akkus waren geladen und ich wartete sehnsüchtig auf den Brief des damaligen BAPT (Bundesamt für Post und Telekommunikation). Es sollte bis Mittwochs nach dem Prüfungswochenende dauern, bis ich das ersehnte Papier in Händen hielt!

Als die Lizenzurkunde da war, machte ich mich natürlich gleich mit meinem Funkgerät auf zur Uni (da ich damals noch studierte) um dort meinen ersten Funkkontakt zu haben. Mutig drehte ich über das 2m-Band, aber niemand war zu hören – also blieb mir nichts anderes übrig, als selbst die Initiative zu ergreifen und auf einem Relais, damals war es DB0HOM auf 145.7375 MHz, „cq“ zu rufen.

Zu meinem Erstaunen meldete sich direkt nach dem ersten Anruf eine Station: DL4VCK/m war es – Stefan, der mit dem Auto unterwegs war. Es dauerte nicht lange und die erste Nervösität verflog.

Wäre es nicht ein so unangenehmes Wetter gewesen (es nieselte und war nicht gerade warm), wäre das QSO sicherlich noch viel länger gegangen, als es schon ging. So waren wir wohl „nur“ 30 Minuten miteinander beschäftigt. Stefan wünschte mir noch viel Spaß beim Hobby und hoffte auf einen baldigen erneuten Kontakt.

Heute bin ich im gleichen Ortsverband des DARC e.V. wie Stefan – das hätte ich damals nicht gedacht, dass es mal so weit kommt *lach*.

Erste Sporadic-Es-QSOs für dieses Jahr

6m – das sogenannte „Magic Band“ – war heute nachmittag bis in die späteren Abendstunden mit Sporadic-Es gesegnet. Mir sind dort und auf 28 MHz einige QSOs gelungen.

Neben einer Verbindung „um die Ecke“ (eine Distanz von ca 30 km Luftlinie) sind zwei Verbindungen nach Lettland, eine nach Schottland, eine nach Süd-Frankreich (28 MHz) und eine nach Spanien ins Log gekommen. Es hat sich für mich also durchaus gelohnt.

Amateurfunk und Internet

Dass Amateurfunk und Internet im Laufe der vergangenen Jahre immer mehr miteinander verknüpft wurden und dies auch immer weiter werden, zeigen solche Entwicklungen wie zum Beispiel Echolink oder DX-Cluster im Internet, die per Telnet oder ähnlichen Protokollen angesprochen werden, um sie z.B. direkt in die verschiedensten Log-Programme einzubinden.

Das Internet ist, seit die Internet-Zugänge für jedermann erschwinglich und verfügbar sind, aus dem Amateurfunk kaum wegzudenken. Vorbei sind wohl die Zeiten, in denen über eine Packet-Radio-Strecke die DX-Clustermeldungen auf den heimischen Rechner und somit zum Operator am Funkgerät kamen. Manchmal schaut man noch mit wehmütigen Augen auf die vergangenen Tage zurück.

Heutzutage ist es längst Alltag, via Internet beispielsweise einen Transceiver fernzusteuern, weil auf diese Art die Möglichkeit besteht, die Antennenanlage außerhalb der Stadt aufzubauen und zu nutzen. Früher war sowas technisch zwar denkbar, jedoch ohne unverhältnismäßig hohem Aufwand nicht realisierbar. Heute genügt bereits ein kleiner internetfähiger PC, ein Transceiver mit CAT-Schnittstelle und die passende Software, um z.B. von zuhause aus Funkkontakte via Internet gesteuert herzustellen.

Inwiefern dies alles noch Amateurfunk ist, kann man dahingestellt lassen – erlaubt, ist, was machbar ist (im Rahmen gesetzlicher Vorgaben, versteht sich).