Erste Schritte mit BlueSpot, BlueStack und dem DVMEGA RPI RADIO-Modul

Heute kam es man, das anfangs der Woche in den Niederlanden bestellte BlueStack-Modul. Natürlich habe ich es umgehend mit dem bereits vorhandenen, aber bisher in einem Raspberry Pi als D-STAR-Hotspot verbautem, DVMEGA RPI RADIO-Modul verheiratet. Ebenso schnell war die passende App BlueSpot aus dem Google Play Store installiert. Nach einer kurzen Konfigurationsphase lief die Sache dann auch:

BlueSpot Version 1.0.36
BlueSpot Version 1.0.36

Nach kurzer Fehlersuche, worin Aussetzer bzw. komplett fehlender Ton bei meinen Aussendungen begründet lagen – es zeigte sich, dass die Anbindung des Android-Phones per WLAN nicht stabil genug für den Betrieb war, also war ein Umschwenken auf UMTS die Lösung – gingen erste D-STAR QSOs vollkommen problemlos!

Nachmittags geführte DMR-QSOs waren sogar unproblematisch mit der wackeligen WLAN-Anbindung drin! Achja, zu DMR sei an dieser Stelle vorneweg schon mal eines gesagt: Aktuell(!) sind DMR-Verbindungen ausschließlich ins Brandmeister-Netz möglich – eine Nutzung des Homebrew-Protokolls für DMR-Repeater im DMRplus-Netz ist aktuell wohl aus Netzseite her gesperrt.  Evtl. ist hier zukünftig mit einer Freischaltung und Veröffentlichung aktueller Spezifikationen zu rechnen. Jedoch gilt hier: Nichts genaues weiß man nicht!

BlueStack mit DVMEGA RPI RADIO-Modul
BlueStack mit DVMEGA RPI RADIO-Modul

Den Bluestack speise ich aktuell übrigens mit einem Powerpack. Ohne jetzt den Stromverbrauch selbst gemessen zu haben (wird evtl. mal demnächst noch kommen) vertrauen wir hier mal den Herstellerangaben, die da sagen, dass eine Speisung aber auch aus dem USB-Port eines Rechners wie auch über ein Steckernetzteil mit Micro-USB-Anschluss möglich wäre.

Supportseitig muss ich David – PA7LIM an dieser Stelle mal sehr lobend hervorheben! Auf meine englischsprachige Supportanfrage antwortete er binnen wenigen Minuten in einem sehr freundlichen, ausführlichen Tonfall. Er zeigte sich auch sehr interessiert an Kontakten zum DMRplus-Entwicklerteam. Ich hoffe ihm an dieser Stelle irgendwie helfen zu können.

Unter dem Strich, wenn DMRplus irgendwann einmal integriert ist, könnte diese Lösung eine ideale Lösung für den Urlaub darstellen, da sie außer den beiden kleinen Platinen und einem Android-Handy mit Daten-Anbindung keine weitere Hardware wie z.B. Raspberry Pi oder dergleichen benötigt. Mit dem Manko, dass aktuell nur das Brandmeister-Netz nutzbar ist, sieht die Sache ein wenig trauriger aus. Im Brandmeister-Netz ist ja, was deutschsprachige QSO-Partner angeht, noch nicht so viel zu reißen.

Der DV4mini nach längerer Praxisphase

Wie ich bereits schrieb, bin ich im Besitz eines DV4mini-Sticks, den ich hauptsächlich für DMR einsetze, da ich für D-STAR ein DVMEGA-Modul auf einem Raspberry Pi habe. Mein DV4mini hatte anfangs ja immer mit dem Problem zu kämpfen, dass es kleinere Aussetzer und Verstückelungen gab. Die Ursache was jetzt weder der Stick, noch die Software noch das Funkgerät, das Problem war nach einigen Tests auf die Netzwerkanbindung, genauer den Router, zurückzuführen.

Nachdem ich jetzt einige Tage den Banana Pi Pro, an dem ich den Stick betreibe, per UMTS ins Internet bringe, und dabei sogar schon in die Geschwindigkeitsbegrenzung von 32 kbit/s gefallen bin, da der Inklusiv-Traffic von 100 MB durch unbeabsichtigten Netzwerkverkehr schnell aufgebraucht war – was zum Test aber gar nicht so übel war jetzt – kann ich sagen, es funktioniert ufb!

Es hat also nicht immer mit dem Stick oder der Frequenzkompensation, die man unbedingt bei DMR vornehmen sollte, zu tun, sondern kann auch einfach auf die Netzwerkanbindung zurückzuführen sein, wenn es mal Probleme gibt.

Meine Erfahrungen mit dem Tytera TYT MD-380

Seit nun knapp 2 Wochen besitze ich das Tytera TYT MD-380 DMR-Handfunkgerät aus chinesischer Produktion. Zeit genug, um erste Erfahrungen gemacht zu haben und darüber zu berichten.

Zunächst einmal zur Beschaffung und dem Lieferumfang ein paar Worte: Die Beschaffung gestaltete sich gewohnt einfach via Ebay. Der Artikelstandort war in Hamburg, weshalb die Lieferung auch entsprechend zügig da war. Im Lieferumfang enthalten war nun folgendes Equipment:

  • der Funkgeräte-Body selbst
  • ein Akku mit 2000mAh
  • ein Gürtelclip
  • ein Netzteil mit Ladeschale
  • zwei Antennen (eine längere und eine kürzere)
  • ein Lautsprecher-Mikrofon
  • eine Ohrhörer-Freisprecheinrichtung
  • ein USB-Programmierkabel

Dies alles für einen Preis von unter 150 Euro.

Die Programmierung des Funkgerätes stellt sich als wenig kompliziert heraus. Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann sich mal folgendes Video anschauen, was die Sache sehr anschaulich erläutert:

Zu den Erfahrungen im täglichen Betrieb:

Ich nutze das MD-380 zusammen mit dem DV4mini bzw. steige direkt auf dem ca. 60 km entfernten DB0UT ein. Die Verständlichkeit der empfangenen Stationen würde ich mit sehr gut beschreiben und die Lautstärke des internen Lautsprechers dürfte auch noch für etwas lautere Umgebungen ausreichend sein. Die Eigene Modulation wird mir meist mit ausgewogen und nicht zu laut bescheinigt – also durchaus respektabel für das kleine chinesische Gerät.

Das Handling bezogen auf die Reflektoren-Umschaltung etc. ist wegen eines Firmware-Bugs, der vermutlich noch behoben wird, etwas gewöhnungsbedürftig, aber der Bug hält einen nicht davon ab, das Gerät zu mögen. Ein anderer Bug, nämlich der, dass man nicht ins Menü kommt, wenn im DMR gerade eine Station sendet und man diese empfängt, ist da schon eher störend, gerade, wenn man einen Reflektorwechsel vornehmen möchte und hierzu ein paar Sekunden Sendepause benötigen würde.

Die Verarbeitungsqualität des Plastik-Gerätes würde ich mit alltags-tauglich betiteln. Die beiden Drehknöpfe sind griffig gummiert, die Tasten bieten einen entsprechenden Druckpunkt mit „Klick“ als haptisches Feedback, was eine Bedienung erleichtert. Auch die drei Tasten an der Seite (2 Funktionstasten wie auch eine PTT-Taste) sind auch entsprechend gummiert, so dass hier eine sichere Bedienung gegeben ist.

Das Zubehör ist da etwas anders gestrickt: Das Lautsprecher-Mikrofon wie auch das Head-Set würde ich als „billigen Ramsch“ betiteln wollen. Das Handmikrofon musste ich sogar schon aufschrauben und ein Gummipolster zwischen der PTT-Taste und dem Micro-Switch neu an Ort und Stelle bringen, da es aus seiner Halterung herausgerutscht war.

Die Ladeschale wie auch die Antennen sind wiederum brauchbar, wenn auch die Ladeschale auch bei nicht-eingestecktem Funkgerät grün leuchtet. Hier schein ein Logik-Fehler in der Elektronik vorzuliegen.

Fazit: Das Tytera TYT MD-380 ist in meinen Augen ein durchaus brauchbares Einsteigergerät für diejenigen, die am Anfang nicht gerade ein Vermögen für eine Betriebsart ausgeben möchten, die sie noch nicht kennen. Wenn man dann mal Fuß gefasst hat und von DMR überzeugt ist (was ich aktuell schon wäre), kann man ja auf ein hochwertigeres Hyterola-Gerät umsteigen und eine entsprechende Investition vornehmen. Das MD-380 lässt sich sicherlich in einem solchen Moment noch gut an einen neuen Einsteiger weitergeben.

DV4mini – mein Einstieg in DMR

Nachdem ich jetzt seit kurzem stolzer Besitzer eines DV4mini-Sticks bin, den ich an einem Banana Pi Pro betreibe, habe ich seit noch kürzerem, genauer seit 2 Tagen, meinen Einstieg in DMR geschafft. Ich habe ein Tytera TYT MD-380 erworben, dieses mit einem Codeplug von DK3RC bespielt und entsprechend ein wenig an meine Bedürfnisse angepasst. Was ich noch hinzugefügt habe, waren ein paar Relais wie z.B. DB0UT und das mir bekannte Luxemburger DMR-Relais LX0RU.

Was mich begeisterte, war die Tatsache, dass ich das ca. 60 km entfernte DB0UT mit dem Funkgerät (5 Watt) an einer Magnetfußantenne auf dem Fensterbrett sicher arbeiten kann. Hätte ich aufgrund der Entfernung und der dazwischen liegenden Topographie nicht erwartet.

Mein subjektiver Eindruck zu DMR ist folgender: Die so hochgelobte „bessere Modulation“ gegenüber D-Star ist marginal besser: Setzt man bei beiden Betriebsarten entsprechend gute Signale voraus, ist der Klangunterschied wohl kaum der Rede wert – ich habe es mal verglichen mit dem Unterschied in SSB bei einem 2400 bzw. 2700 hz-Filter. Was die Qualität von Signalen im Grenzbereich angeht, da hat DMR aufgrund des besseren Codecs die Nase vorn – das muss man neidlos anerkennen.

Zum DV4mini noch ein paar Worte: Nachdem ich den DV4mini ca. eine Woche im D-Star-Testbetrieb hatte und ihn quasi direkt mit meinem DVMEGA-RPI-Radiomodul vergleichen konnte, war ich von dessen Leistung im D-Star-Sektor nicht begeistert: Ich hatte immer wieder Abbrüche in den Durchgängen, wobei hingegen beim DVMEGA die Sache problemlos übertragen wurde. Im DMR-Betrieb jetzt macht der Stick schon eine ganz andere Figur: Hier spürt man keinen Unterschied zum Relaisbetrieb: Es funktioniert einfach. Ohne murren. Vorausgesetzt, man wählt den passenden DMR-Master aus. Hier ist individuelles Probieren angesagt, denn welcher Master wo am besten funktioniert hat z.B. mit dem Internet-Provider, der Anzahl der User auf dem Master und und und zu tun.

Was das Tytera TYT MD-380 angeht, bin ich aktuell von dem Preis/Leistungs -Faktor zufrieden, auch wenn das Gerät den ein oder anderen Bug aufweist (siehe Buglist von Radiosification). Zu den dort gelisteten, die nicht unbedingt für reine Amateurfunk-Nutzung relevant sind, kommt ein Bug hinzu, der schon störend ist: Wenn jemand spricht, kommt man nicht ins Menü rein! Das sollte der Hersteller unbedingt in einer neuen Firmware-Version korrigieren. Ansonsten muss ich sagen, für die knapp 150 Euro, die ich dafür bezahlt habe (dafür bekam ich das Gerät mit 2 Antennen, einer Ladeschale mit Netzteil, einem Lautsprecher-Mikrofon, einer Ohrhörer/Mikro-Kombi und ein USB-Programmierkabel) ist es ein brauchbares Gerät, was den Einstieg in DMR sicherlich gut machbar macht. Verglichen mit Hyterola-Geräten ist natürlich die Sache hintenan, weil sicherlich der höhere Preis sich in besserem Handling und schnelleren Reaktionszeiten zeigt.

Dinge aus der Welt des Amateurfunks

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