Archiv der Kategorie: Software

BlueDV und der DVMEGA unter Windows

Inzwischen ist die BlueDV-App von David – PA7LIM schon richtig gut weitergekommen, so dass ich an dieser Stelle einmal kurz auf die App eingehen will:

Nicht nur, dass die Bedienoberfläche aufgeräumt und ohne unnötig verwirrende Inhalte daher kommt, die Software funktioniert mit dem DVMEGA tadellos! Hier hat David ganze Arbeit geleistet und merkt dem Projekt die Erfahrung in der Programmierung schon an.

Die Software unterstützt den parallelen Betrieb in allen drei unterstützten Betriebsarten DMR, C4FM (YSF oder FCS-Reflectoren) und DSTAR. Natürlich ist auf der HF-Seite immer nur eine Betriebsart möglich, aber man hat in der Benutzeroberfläche immer den Überblick, was gerade auf allen verbundenen Reflektoren so geschieht – ein ganz klarer Trupf gegenüber vergleichbarer Software für andere Hotspots.

Zusammen mit dem DVMEGA hat man mit dieser Software, die auch unter Android eine Schwestern-Entwicklung laufen hat, an der parallel zu dieser App auch immer wieder gearbeitet wird, einen Hotspot für den heimischen Schreibtisch, die unter Windows ihren Vergleich sucht!

 

ADS-B mit einem DVB-T-Stick

Seit zwei Tagen experimentiere ich mit meinem USB-DVB-T-Stick herum und lausche den ADS-B-Baken der Flugzeuge, die sich hier so im saarländischen Luftraum befinden. Dass hierbei nicht nur Signale aus dem Saarland, sondern teilweise unerwartet weit über die Landesgrenzen hinaus den Weg zu meiner nun doch absolut nicht unbedingt auf den Empfang von solchen Signalen ausgelegte Antenne auf der Fensterbank (eine ca. 30 cm lange  Gummiwendel-Antenne für 2m/70cm) fanden, finde ich sehr interessant zu beobachten. Hier mal noch ein Screenshot von der von mir verwendeten Software adsbSCOPE, welche ich zusammen mit adsb# betreibe, um die Funksignale zu visualisieren.

Screenshot adsbSCOPE
Screenshot adsbSCOPE

Das eingezeichnete Gebiet zeigt das Areal, aus dem die empfangenen Signale stammen. Mein Empfangsstandort befindet sich übrigens in der Kartenmitte, dort wo die grünen Linien in einem roten Fadenkreuz münden. Bemerkenswert aber erklärbar ist eine sehr starke Nord-Verschiebung der Signale: Die Antenne steht am Bürofenster, welches eben in nördlicher Richtung liegt. Es wäre, wenn man ernsthaft das ganze betreiben möchte, zu überlegen, eine entsprechend auf 1090 MHz resonante Rundstrahlantenne oder Discone-Antenne im genannten Bereich an die frische Luft zu bringen, um eben auch sicher zu stellen, dass rundherum die Signale auch empfangen werden.

Owncloud auf dem Raspberry Pi

Diejenigen, die mein Blog mehr oder weniger regelmäßig besuchen oder auch den persönlichen Kontakt zu mir pflegen wissen, dass ich im Besitz mehrerer Raspberry Pi-Rechner bin. von diesen vielen (drei an der Zahl bisher) betreibe ich einen als Home-Server im Keller, direkt am Router angeschlossen.

Auf diesem Home-Server habe ich jetzt seit wenigen Wochen die Software Owncloud installiert, um darüber z.B. Dateien, Kontakte und Termine mit verschiedenen Endgeräten wie Laptop, PC, Handy, Tablet, … zu synchronisieren. Im Grunde kann ich mich trotz der doch leistungsschwachen Hardware, die so ein Raspberry Pi darstellt, nicht beschweren, was die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Anfragen angeht.

Als Basis nutze ich den lighttpd als Webserver, der mit einigen Tuning-Einstellungen und einem PHP-Accelerator die Sache zu stemmen weiß.

Die Zugriffszeiten liegen beim Browsing innerhalb des Webinterface (z.B. beim Verzeichniswechsel in der Datei-Cloud) bei ca. 1-3 Sekunden, was denke ich durchaus tragbar ist. Die Schauergeschichten, die man im Web so lesen kann, dass man mit Owncloud auf einem Raspberry Pi nicht arbeiten kann, kann ich also absolut nicht bestätigen. Vielleicht hat sich hier im Laufe der Zeit bei der Software selbst ja auch einiges getan. Die aktuelle Version 7.0.2.1 jedenfalls läuft wie die Katz‘!

Ich sollte noch erwähnen, dass ich zusätzlich den Lighttpd mit SSL-Zertifikat betreibe, also jede Anfrage automatisch auf eine SSL-Verbindung umgebogen wird und damit eine verschlüsselte Dateiübertragung stattfindet. Auch eine Sache, die laut Berichten im Web mit dem Raspberry Pi angeblich grausig langsam laufen würde, was ich wiederum auch widerlegen muss!

Hier noch die lighttpd.conf, falls sich jemand für die Detailkonfiguration des Webservers interessiert:

server.modules = (
„mod_access“,
„mod_accesslog“,
„mod_alias“,
„mod_compress“,
„mod_fastcgi“,
„mod_redirect“,
„mod_rewrite“,
)

server.document-root = „/var/www“
server.upload-dirs = ( „/var/cache/lighttpd/uploads“ )
server.errorlog = „/var/log/lighttpd/error.log“
server.pid-file = „/var/run/lighttpd.pid“
server.username = „www-data“
server.groupname = „www-data“
server.port = 80

accesslog.filename = „/var/log/lighttpd/access.log“
index-file.names = ( „index.php“, „index.html“, „index.lighttpd.html“ )
url.access-deny = ( „~“, „.inc“ )
static-file.exclude-extensions = ( „.php“, „.pl“, „.fcgi“ )

# compression settings for gzip

compress.cache-dir = „/var/cache/lighttpd/compress/“
compress.filetype = („text/xml“,“application/x-javascript“, , „application/javascript“, „text/javascript“, „text/x-js“, „text/css“, „text/html“, „text/plain“, „image/png“, „image/gif“, „image/jpg“, „image/svg+xml“, „application/xml“)

fastcgi.server = ( „.php“ => ((
„bin-path“ => „/usr/bin/php5-cgi“,
„socket“ => „/tmp/php.socket“
)))

# default listening port for IPv6 falls back to the IPv4 port
include_shell „/usr/share/lighttpd/use-ipv6.pl “ + server.port
include_shell „/usr/share/lighttpd/create-mime.assign.pl“
include_shell „/usr/share/lighttpd/include-conf-enabled.pl“
$HTTP[„scheme“] == „http“ {
# capture vhost name with regex conditiona -> %0 in redirect pattern
# must be the most inner block to the redirect rule
$HTTP[„host“] =~ „.*“ {
url.redirect = („.*“ => „https://%0$0“)
}
}

$HTTP[„url“] =~ „^/owncloud/data/“ {
url.access-deny = („“)
}

$HTTP[„url“] =~ „^/owncloud($|/)“ {
dir-listing.activate = „disable“
}

Zusätzlich aktiviert sind die Konfigurationsdateien für SSL und fastcgi-php mit entsprechenden Detailanpassungen:

Hier die SSL-Konfiguration:

# /usr/share/doc/lighttpd/ssl.txt

$SERVER[„socket“] == „0.0.0.0:443“ {
ssl.engine = „enable“

# Contains certificate + key
ssl.pemfile = „/etc/lighttpd/ssl.pem“

# Contains ca-certificate and intermediate
ssl.ca-file = „/etc/lighttpd/chain.pem“

ssl.cipher-list = „ECDHE-RSA-AES256-SHA384:AES256-SHA256:RC4:HIGH:!MD5:!aNULL:!EDH:!AESGCM“
ssl.honor-cipher-order = „enable“
}

Und hier die Konfiguration für Fast-CGI:

# -*- depends: fastcgi -*-
# /usr/share/doc/lighttpd/fastcgi.txt.gz
# http://redmine.lighttpd.net/projects/lighttpd/wiki/Docs:ConfigurationOptions#mod_fastcgi-fastcgi

## Start an FastCGI server for php (needs the php5-cgi package)
fastcgi.server += ( „.php“ =>
((
„bin-path“ => „/usr/bin/php-cgi“,
„socket“ => „/var/run/lighttpd/php.socket“,
„max-procs“ => 1,
„allow-x-sendfile“ => „enable“,
„bin-environment“ => (
„PHP_FCGI_CHILDREN“ => „4“,
„PHP_FCGI_MAX_REQUESTS“ => „10000“,
„MOD_X_SENDFILE2_ENABLED“ => „1“
),
„bin-copy-environment“ => (
„PATH“, „SHELL“, „USER“
),
„broken-scriptfilename“ => „enable“
))
)

Bei Fragen einfach Fragen 🙂

DAB-Player für Windows 7 (und später)

Unter Funkamateuren sind die DVB-T-Sticks mit Realtek-Chipsatz mittlerweile ja recht gut verbreitet. Jetzt ist es auf Dauer sicherlich auch mal ganz interessant, diese Sticks nicht nur als SDR zu nutzen (z.B. mit SDR# oder HDSDR) sondern vielleicht auch mal „ernsthaft“ als DAB(+)-Empfänger! Das geht mit diesen Sticks nämlich auch einwandfrei.

Das Einzige, was man dazu benötigt, ist ein Stück Software, welches derzeit aktuell kostenlos im Internet zu finden gibt. Am einfachsten und zuverlässigsten unter folgender URL: http://ukwtv.de/cms/downloads-aside/281-dab-player-von-andreas-gsinn.html.

Ich selbst nutze dieses Programm seit mehreren Monaten, um im Büro am PC DAB-Sender zu lauschen. Bisher kann ich mich über die Funktionsweise und Empfangsqualität nicht beschweren.

Schön sind solche „Nebensachen“ wie die Journaline-Darstellung, Slideshow-Anzeige und die Ausgabe verschiedener technischer Informationen zum aktuellen Stream – was sicherlich den technisch interessierten Zuhörern ganz gut gefallen dürfte, mal etwas mehr über die Sender zu erfahren, als man so aus dem schnöden Display lesen kann.

Schaut es euch einfach mal an!

 

DAB(+) mit meinem Android-Tablet

Heute Abend habe ich mir mal etwas gegönnt – eine Android-App für knappe 10 Euro, mit der ich FM-Radio und DAB(+), sowie DRM+ (was es bei uns ja nicht gibt) empfangen kann. Die App nennt sich Wavesink Plus und ist für 9,98 € zu bekommen.

Vom GUI her sieht die APP noch nicht ganz so dolle aus – macht einen sehr technischen Eindruck, wie ihr im Screenshot hier sehen könnt:

Screenshot Wavesink Plus
Screenshot Wavesink Plus
Empfangs-Setup
Empfangs-Setup

Wenn man sich den Screenshot mal etwas genauer anschaut, sieht man die beachtliche Signalstärke des DAB-Kanal 5C, den ich mit meiner Indoor-Empfangseinrichtung, einem Ezcap-USB-DVB-T/DAB-Stick mit dessen mitgelieferter Mini-Antenne auf unserer Bürolampe abgestellt (siehe Bild rechts) erhalte. Ein Signal-Rausch-Abstand von 30,9 dB ist schon mal nix Schlechtes! Der Empfang aller Sender des Deutschland-Muxes ist also ohne Aussetzer oder irgendwelcher Probleme möglich. Mit dem Saarland-Mux auf Kanal 9A habe ich jedoch weniger Erfolg gehabt. Dafür war die Antenne vermutlich dann doch zu klein.

Da ich noch 2 weitere DAB+-Radios im Haus habe, weiß ich aber, dass grundsätzlich mit einer Teleskop-Antenne ein ausreichend gutes Signal am Empfänger ankommen sollte.

Die Lösung mit dem Ezcap-USB-Stick (übrigens mit einem Realtek 2832-Chipsatz drin, also grundsätzlich auch als SDR-Stick am PC nutzbar) ist sowieso eher für den Portabel-Einsatz gedacht. Also wenn ich z.B. mal auf dem Fieldday-Gelände bin oder dienstlich unterwegs (Dienstreisen sind ja ab und zu mal bei mir angesagt).

Das Empfangs-Setup sieht übrigens folgendermaßen aus, dass ich als Tablet ein Motorola Xoom verwende, an welchem über ein OTG-Kabel der USB-Stick angeschlossen ist und ohne weiteren Verstärker oder dergleichen die Magnetfuß-Antenne am Stick. Das Audiosignal des Tablet geht wiederum auf meine Kopfhörer, um den perfekten Stereo-Sound genießen zu können und unseren Nachwuchs im Nachbarzimmer zur späteren Nachtstunde nicht zu wecken.

Zur Handhabung der App an sich will ich sagen, dass diese grundsätzlich nutzbar ist, wenn auch sicherlich für DAB(+) hier noch die Sonderservices wie Journaline und dergleichen interessant wären. Das sollte sich denke ich noch in die App integrieren lassen.

Im normalen FM-Radiobetrieb bringt die App den RDS-Radiotext mit raus und zeigt sogar die Alternativ-Frequenzen der Sender an. Also alles in Allem funktioniert die App gut. Optisch schön ist aber sicherlich anders.

Erste Gehversuche in Python mit dem Raspberry Pi

Als ich die Oktober-Ausgabe der CQDL in Händen hielt verganges Jahr, erregte ein Bericht besonders meine Aufmerksamkeit: Es wurde ein Kleinstrechner namens „Raspberry Pi“ vorgestellt und die Anwendung dessen im Amateurfunk skizziert. Da ich grundsätzlich neuen technischen Dingen sehr aufgeschlossen gegenüber bin, dachte ich mir „bestelle ich mir doch auch einen“. Mittlerweile habe ich sogar zwei solche Teile – einer davon mit dem PiFace-Interface. Mit diesem Interface ist es möglich, 8 Ein- und Ausgänge digital zu schalten.

Da ich nun auch ein wenig Python lernen wollte, kam mir die Idee, eine erste Version eines Baken-Controllers zu programmieren, welcher nix anderes tut, als einen beliebigen Text in Form von Morsezeichen über eine Datenleitung auszugeben. Im Grunde also eine ganz simple Angelegenheit.

Mit der getasteten Datenleitung lässt sich unmittelbar der Tasteingang eines Funkgerätes schalten.

Ein möglicher Anwendungsfall wäre hier z.B. die Erzeugung einer Bake im Portabel-Betrieb oder für Messungen an der eigenen Station.

Wer sich den Python-Code einmal anschauen möchte, kann ihn entsprechend unter diesem Link in der jeweils aktuellsten Version herunterladen.

Eine Modifikation des Quellcodes, um die GPIO-Schnittstelle direkt zu nutzen, sollte sich auch mit wenig Aufwand durchführen lassen.