Archiv der Kategorie: Betriebsarten

DV4mini kann nun YSFReflectors

Eine wunderschöne Neuigkeit gab es gestern Abend, als die Version  2017-03-20 des Control-Panels des DV4mini auf dem amerikanischen Server von Wireless Holdings released wurde. Seit gestern kann das Control-Panel nämlich die MMDVM-YSFReflector-Räume (YSF) anbieten.

Damit ist das YSFReflector-System wohl das Reflektorensystem im C4FM, was die meisten verschiedenen Hardware-Systeme miteinander verbinden kann, nämlich da wären:

  • MMDVM (Repeater und Hotspots)
  • DVMEGA-Hotspots
  • OpenSpot (SharkRF)-Hotspots
  • DV4mini

Das YSFReflektoren-System bietet aktuell Zugang zu über 80 Reflektoren, die rund um die Welt verteilt sind und damit wohl rund um die Uhr QSO-Partner anbieten dürften. Eine Liste der Reflektoren und deren Dashboards findet man unter https://register.ysfreflector.de/.

Wer jetzt also mal die Lust verspürt, in die Welt der YSFReflectors reinzuschnüffeln, der kann sich seinen DV4mini nehmen und sich einen der zur Verfügung stehenden Reflektoren auswählen. Für Deutschland sind hier 2 Reflektoren zu finden: DE Germany und DE Germany 2, wobei bei DE Germany eine Brücke in die BrandMeister-Talkgroup 26208 geschaltet ist,  der DE Germany 2 jedoch sozusagen „stand-alone“ läuft.

Der erste deutsche YSFReflector ist online

Anfang des Monats ist er Online, der erste deutsche YSFReflector füür MMDVM basierende Eigenbau-Repeater. Dieser Reflektor ist zur Vernetzung der MMDVM-Repeater im YSF/C4FM-Modus gedacht und bereits in der Hosts-Datei des YSFGateways von G4KLX (Bestandteil der YSFCLients).

Dieses Gateway installiert man einfach zusätzlich mit auf den Rechner, auf dem der MMDVMHost läuft.  Nach entsprechender Konfiguration und Start des Gateways kann mittels eines C4FM-Funkgerätes der Wires-X-Mode aktiviert werden und die Reflektorenliste abgerufen werden. Dort findet man den Reflektor als GermanyYSF.

Der Reflektor hat natürlich auch eine Website, die unter www.ysfreflector.de abrufbar ist.

Wer also einen MMDVM-Repeater betreibt und den Yaesu System Fusion-Mode noch nicht aktiviert hat, weil er bisher immer davon ausging, dass nur lokale Verbindungen möglich seien, der hat nun einen Grund, diesen zu aktivieren.

Neues von der experimentellen Firmware für Tytera MD-380 / Retevis RT-3

Seit Anfang des Jahres ist es ja publik, dass die Firmware der Tytera MD-380 bzw. Retevis RT-3 DMR-Handfunkgeräte „gehackt“ wurde, und nun Erweiterungen im Funktionsumfang vorgenommen wurden.

An dieser Stelle möchte einfach nur mal kurz auf die bisherigen Entwicklungen Hinweisen, ohne jedoch näher darauf eingehen zu wollen. Wer mehr Details erfahren möchte, dem sei das Github-Repository mit seinen Readme-Dateien empfohlen.

Doch nun einfach mal zu den Funktionen, die direkt am Funkgerät sichtbar sind:

Es ist ein neues Untermenü „md380tools“ im Menüpunkt „Utilities“ hinzu gekommen, der folgende Menüpunkte derzeit beheimatet:

  • M. RogerBeep
  • Date format
  • UsersCSV
  • Debug
  • Promiscuous
  • Edit DMR-ID
  • Mic bargraph
  • Experimental

Die einzelnen Funktionen, die hier dahinterstecken, sind wie gesagt den Readme-Dateien bzw. meinem Wiki zu entnehmen.

Ferner bieten die im Github befindlichen Python-Tools diverse Möglichkeiten, das Gerät im Betrieb über Debug-Ausgaben zu untersuchen bzw. unter Linux den Codeplug ins Gerät einzuspielen.

Wer sich die Firmware auf seinem Gerät anschauen möchte (Hinweis: Das Aufspielen einer Firmware, die nicht vom Hersteller stammt, verletzt die Garantiebedingungen!), dem sei die „Digital Voice“-Seite des Distriktes Saar empfohlen. Dort findet man unten immer eine relativ aktuelle ZIP-Datei mit einer aktuellen Firmware-Version und dem Flash-Tool zum Firmware-Update.

Bei Fragen, Problemen und Anregungen gibt es eine eigene Google-Gruppe, die für Supportanfragen gedacht ist und aus der dann entsprechende Tickets im Github erstellt werden, falls hier tatsächlich bedarf besteht. Die Gruppe ist unter https://groups.google.com/forum/#!forum/md380tools zu finden.

Dashboard für MMDVMHost

Seit einigen Tagen entwickle ich an einem Dashboard für den MMDVMHost, der Bestandteil vieler DSTAR- und DMR-Hotspots und Homebrew-Relais sein dürfte. Das Projekt ist bei Github gehostet und kann unter https://github.com/dg9vh/MMDVMHost-Dashboard heruntergeladen bzw. mit git clone als lokale Kopie des Repositories angelegt werden.

Bisher werden Informationen zum Systemstatus, zum Verlinkungsstatus des Relais wie auch eine Last-Heard-Liste abgerufen werden.

Das Dashboard wird bereits bei einigen Relais eingesetzt, was mich natürlich motiviert, hier mit der Entwicklung und Verfeinerung am Ball zu bleiben.

Erste Schritte mit dem MMDVMHost

Die ersten Tage war ich mit meinem DVMEGA-Modul und der BlueSpot-App unter Android unterwegs (siehe hier). Jetzt ist hier bei mir die Sache dahingehend gewandelt, dass ich jetzt seit ca. einer Woche den MMDVMHost von G4KLX nutze. Was lässt sich vorläufig und kurzfristig hierzu sagen? Nun:

Die Sache funktioniert ufb. Die Verbindungsqualität im DMR ist berauschend gut, um Klassen besser als mit dem DV4mini und die Nutzung per Funkgerät auf der Luft-Schnittstelle unterscheidet sich (bis auf die fehlende Unterscheidung zwischen TS1 und TS2) durch nichts von der auf einem Repeater, wie man so hört. Ich selbst kann es leider nicht beurteilen, da ich noch nie auf einem nativen Brandmeister-Server eingestiegen bin.

Wie ich meine Konfiguration vorgenommen habe, habe ich in einer Wiki-Seite veröffentlicht, die man hier abrufen kann.

DV4mini-Hotspot mit Banana Pi Pro und 5 Zoll TFT-Display

Heute war es dann mal so weit: Mein bestelltes 5 Zoll TFT-Touch-Display für den Banana Pi Pro ist angekommen und ich habe mich direkt ans Werk gemacht, um es mal zu installieren. Der Banana Pi Pro läuft bei mir seit einiger Zeit als DMR-Hotspot auf DV4mini-Basis, den ich bisher immer im Blindflug mit dem Funkgerät bzw. per SSH bedient habe. Jetzt, mit dem aufgesetzten Display, kann ich zum einen die diversen kompakten Control-Panel wie z.B. das von DL5KV oder das von DL2MF direkt auf dem Banana Pi laufen lassen, ohne jedes mal einen weiteren Rechner hochzufahren. Eine Sache, die mich jetzt immer mehr fasziniert.

Was ich noch tun werde, ist, das ich mir noch eine Möglichkeit installieren werde, doch mal bei Bedarf aus der Ferne (z.B. per VNC) auf das Gerät zuzugreifen und dann das Programm fernsteuern zu können, damit ich nicht immer hier ins Büro laufen muss, um den Hotspot mal umzuschalten in eine andere Betriebsart oder in ein anderes DMR-Netz.

Ich schaue mir die Sache jetzt einfach mal an, wie schön das so laufen kann. Macht so schon ’nen ganz feinen Eindruck.