Software Defined Radio – die neue Welt?

FlexRadio, SDR-Radio, FiFi-SDR und viele andere mehr sind Namen, die im Amateurfunk (und nicht nur dort) für das Thema „Software Defined Radio“ Pate stehen. Doch was ist ein SDR genau? Diese, und weitere Fragen, beantwortet Tobias, DH1TW, auf seiner Homepage.

Auch der Satelliten-TV-Sender „DrDish-TV“ hat in seiner Sendung „RESET„, Folge 2/2011, das Thema SDR aufgegriffen und zeigt hier einige Exemplare typischer SDR-Empfänger.

Welche Vorteile bieten uns Software Defined Radios?

Nun, dadurch, dass die Haupttätigkeiten der Sende-/Empfangsaufbereitung, nämlich die Modulation/Demodulation des Signals, Filterung etc. in einem Rechner stattfindet, sind die Hardware-Anforderungen an den eigentlichen Empfänger/Sender recht gering geworden. Veränderungen an der Signalaufbereitung, neue Betriebsmodi etc. sind relativ einfach in der Software umzusetzen und erfordern keinerlei Lötarbeiten mehr.

Der Nachteil ist heute noch die teilweise nicht so berauschende Latenz-Zeit, die doch noch sehr spürbar ist. Sie liegt zwar nicht im Sekundenbereich, aber man hört schon einen ganz deutlichen Echo-Effekt, bedingt durch die zeitliche Verzögerung, die im SDR durch die digitale Signalaufbereitung entsteht, wenn man ein SDR neben einem herkömmlichen Analog-Empfänger betreibt.

Dennoch werden diejenigen, die einmal vor einem SDR gesessen haben, sicherlich bestätigen, dass die Vorteile eines recht breiten Spektrums, welches man überblicken kann und aus dem man in Echtzeit die Bandbelegung sehen kann, zu schätzen wissen.

2 Gedanken zu „Software Defined Radio – die neue Welt?“

  1. Den Echoeffekt merkt man auch bei jedem modernen Transceiver mit DSP Filtern statt Quarzfiltern wenn man ihn neben einem ausschliesslich analogen Empfänger betreibt.
    Bei SDR ist die Latenz stark von der Buffergrösse abhängig und liegt beim SDR-1000 mit FA-66 im Minimum bei ca. 10mS.
    Mit der Einstellung habenm die Filter natürlich nicht mehr die steilen Flanken auf die man sie mit anderer Buffergröße einstellen kann.

    Davon abgesehen ist die Latenzzeit natürlich keinerlei Nachteil, da sie im praktischen Betrieb Rolle spielt.

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    Peter, DJ7WW

  2. @Peter:

    Richtig, die Latenzzeit spielt idR. in der Praxis eine untergeordnete Rolle, solange sie sich im ms-Bereich bewegt. Sollten es durch eine Verkettung ungünstiger Umstände mal mehrere Sekunden werden, so kann sie aber durchaus zum Problem werden, wenn dadurch der QSO-Fluss gestört wird bzw. bei digitalen Betriebsarten, die evtl. ein hartes Timing zwischen den einzelnen Gesprächspartnern voraussetzen (z.B. Amtor oder Packet-Radio oder ähnliche Betriebsarten) hier time-outs drohen bzw. Überschneidungen bei den Aussendungen entstehen.

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