Turbo-Internet auf Kosten des Amateurfunks?

Bundesnetzagentur, die Regierung, Medien- und Rundfunkanstalten und andere wichtige Personen beraten derzeit über ein Thema, welches vielleicht dem Amateurfunk negativ zuspielen könnte – auf der anderen Seite aber je nach Ausführung auch positive Effekte haben kann.

Ich beziehe mich hierbei auf einen Artikel bei Focus Online. Im Kern des Artikels geht es darum, dass eine ganze Reihe Institutionen an einem Tisch sitzt und sich Gedanken macht, an denen im Grunde nicht Schlechtes zu sehen ist: Sie wollen die durch die Umstellung des Rundfunks von analoger auf digitale Technik freigewordenen Frequenzen neuer Nutzung zuweisen. Ein breitbandiger Internetanschluss per Funk soll es werden, der selbst in abgelegenen, bisher durch andere Breitbandtechniken wie DSL oder Kabelanschluss nicht erschlossenen Gebieten den Nutzern den Zugang zu modernen Multimediadiensten im Internet ermöglichen soll.

Hat diese Entwicklung evtl. negative Folgen für den Amateurfunk? Ich kann es nicht sagen. Ich weiß nicht mal, um welche Frequenzen es genau gehen soll. Mir fallen da nur die bisherigen, durch das analoge Fernsehn benutzten Frequenzbereiche ein, z.B. auch das 6m-Band, welches auch durch den Amateurfunk benutzt wird. Breitbandinternet in diesem Frequenzbereich würde sicherlich bedeuten, dass dieses Band entweder dem Amateurfunk in Deutschland wieder entzogen wird oder zumindest dermaßen mit QRM durch das Versorgungssystem an sich beaufschlagt wird, dass es für QSOs nicht mehr brauchbar sein könnte.

Ob nun überhaupt das 6m-Band gemeint ist, oder welcher andere Frequenzbereich hier interessant ist, kommt aus dem Focus-Artikel nicht wirklich heraus. Man sollte also hier mal die Augen und Ohren offen halten und mal schauen, wohin die Entwicklungen laufen.

Wenn der Amateurfunk tangiert sein sollte, hoffe ich nur inständig, dass der DARC e.V. als Dachverband des Amateurfunks in Deutschland seine Chance sieht und nutzt, auf diese Entwicklung Einfluss zu nehmen.

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