Warum Contesting?

Immer wieder komme ich in Gesprächen mit anderen Funkamateuren auf das Thema „Contesting“ und muss auf die Frage antworten, was mich daran so fasziniert. Zunächst möchte ich kurz feststellen: Ich bin keineswegs einer dieser Hardcore-Contester, die nahezu jedes Wochenende irgendeinen Contest mitmachen. Für mich gibt es im Jahr ca. sechs Termine, die ich nach Möglichkeit zusammen mit meinem Ortsverband im Contest verbringe. Das wären

  • CQ160 CW-Contest im Januar
  • CQ160 SSB-Contest im Februar
  • IARU Region 1-Fieldday-Contest (CW) im Juni
  • IARU Region 1-Fieldday-Contest (SSB) im September
  • CQWW-SSB-Contest im Oktober und
  • CQWW-CW-Contest im November

Diese sechs Conteste arbeiten wir in der Regel unter zwei Rufzeichen: DL0IT/p (für die Fieldday-Conteste) und DA3A (für die CQ-Conteste).

Was mich am Contesting fasziniert, ist die Tatsache, dass man hier ganz intensiv die Ausbreitungsbedingungen am eigenen Leibe erleben kann. Man ist auf verschiedenen Kurzwellenbändern unterwegs, hat Kontakte in alle Welt und kann hierbei feststellen, wie die Signale sich im Laufe der Zeit auf den verschiedenen Frequenzbändern verändern.

Natürlich spielt auch der massive Technikeinsatz bei den CQ-Contesten eine Rolle – hier sind wir in den vergangenen Jahren immer wieder in der Multi-1-Klasse gestartet, was bedeutet, dass wir eine Running-Station, die auf einem Band CQ-Rufe absetzte und auf Verbindungen wartete, und eine Multiplier-Station im Rennen hatten, wobei die Multi-Station entsprechend den Regularien der Conteste nur die Multiplikatorpunkte auf den anderen Bändern einsammelte.

Um erfolgreich einen Contest zu überstehen (und natürlich eine möglichst gute Positionierung des Endergebnisses zu erhalten) bedarf es hier natürlich auch einer entsprechend guten Vorbereitung. So sind wir in den Sommermonaten stetig damit beschäftigt, die Antennenanlagen für den Herbst zu richten, zu verbessern oder zu erneuern. Wenn dann „der große Tag“ gekommen ist, sind alle damit beschäftigt, einen möglichst gut verteilten Schichtplan unter den Operatorn auszuhandeln. Hier gilt es, jedem Operator nach seinen Fähigkeiten und natürlich nach seinen eigenen Einschätzungen bestmöglichst zu verplanen, an der Running- wie auch an der Multiplier-Station.

Die Auswertung des Contestes läuft nach dem altbekannten Motto: „Nach dem Contest ist vor dem Contest“ – eine vernünftig geführte „Manöverkritik“ gehört hier natürlich genauso dazu, wie das Bier danach *zwinker*.

Alles in Allem sieht man, ist Contesting durchaus eine sportliche, aber auch gesellige Angelegenheit, die sicherlich unter Funkamateuren sehr viele Anhänger hat und in Zukunft, so hoffe ich, auch weiter finden wird!

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