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PSK31 und RTTY mit UcxLog

Posted by: DG9VH  :  Category: Betriebsarten, PSK31

Wie viele Leser wohl mitbekommen haben, benutze ich persönlich für mein Log das Freeware-Log-Programm UcxLog von DL7UCX. Dass man mit diesem Programm nicht nur Logs führen und QSL-Karten drucken kann, sondern auch (durch eine kleine Erweiterung, die man installieren muss) PSK31 und RTTY direkt aus dem Programm heraus machen kann, ist einigen noch unbekannt. Wie dies nun funktioniert, möchte ich in diesem Beitrag kurz erklären.

Wer mit UcxLog digitale Betriebsarten nutzen möchte, tut dies am geschicktesten mit einem sogenannten Soundkarteninterface. Im Internet gibt es verschiedene Bastelvorschläge, wie dies zu realisieren ist. Bei vielen Transceivern und vielen Stationskonfigurationen würde bereits eine direkte Verkablung der Audio-Ein- und Ausgänge des PC mit dem TRX genügen, die PTT-Schaltung könnte über die VOX erfolgen. Eleganter und vielleicht auch weniger störanfälliger funktioniert dies natürlich mit einer galvanischen Trennung der Geräte (vermeidet Brummen auf der NF) und eine Schaltung der PTT mittels eines Transistors. Ich nutze hier bei mir ein Interface, welches DL4VCG im Rahmen der Illinger Tagung vor Jahren mal als Bausatz zur Verfügung stellte.

Zusätzlich zum Soundkarten-Interface benötigt man natürlich auch ein wenig Software. Zum einen wäre das UcxLog, zum anderen wäre das MMvari, bzw. die MMvari-Engine, die sich auf der Projekthomepage ebenfalls kostenlos herunterladen lässt.

Beide Programme installiert man, indem man für UcxLog die herkömmliche Installation durchführt (wer das Programm schon nutzt, kennt diese Prozedur ja schon). Bei MMVari hält man sich an die in der Hilfe von UcxLog aufgeführten Schritte:


Die Integration der MMvari-Engine erfolgt nun im UcxLog selbst. Hierzu startet man UcxLog, klickt im Menü “Settings” auf den Punkt “Station” und wechselt dann im sich öffnenden Fenster auf die Lasc
he “Other Interfaces”:

Auf dieser Lasche findet man, wie man im Screenshot sieht, auf der rechten Seite die Möglichkeit, MMVari anzuhaken und damit den Plugin zu aktivieren.

Nun hat man die Möglichkeit, beim Wechsel der Betriebsart im Work-Modus von UcxLog die Empfangsroutine bewundern zu können. Über den Menüpunkt “Window” – “Send” lässt sich das Sendefenster einblenden und man kann im Grunde loslegen. Bei mir sieht das Setup an Fenstern demnach folgendermaßen aus:

Wer möchte, kann sich die Fenster entsprechend in ihrer Größe oder Lage an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Nun steht dem PSK31-Vergnügen eigentlich nichts mehr im Wege.

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PSK31 – weniger ist manchmal mehr

Posted by: DG9VH  :  Category: Betriebsarten, PSK31

PSK31 dürfte vielen ein Begriff sein, doch manchen vielleicht auch nicht. Und genau an die wendet sich dieser Beitrag. Ich möchte kurz die grundlegenden Dinge zu PSK31 erläutern und das ein oder andere Programm aufführen, mit dem erfolgreich diese (digitale) Betriebsart ausgetestet werden kann.

Der technische Kern von PSK31 steckt bereits in dessen Namen: Es handelt sich um ein sogenanntes “Phase Shift Keying” – also eine Phasenumtastung – die zur Informationsübertragung verwendet wird. Beim PSK31 haben wir eine Signalbandbreite von ca. 31 Hz, wer es genauer will, 31.25 Hz sind es.

PSK31 wird heutzutage von Funkamateuren zur Kontaktaufnahme auf Kurzwellenbändern verwendet, wobei sich hier die Vorteile dieser Betriebsart sehr herausstellen: Zum einen ist durch die geringe Bandbreite von knapp 31 Hz möglich, sehr viele Verbindungen parallel in einen 3 kHz breiten SSB-Kanal zu bringen. Zum anderen ist aber auch die Ausnutzung der Sendeleistung sehr effektiv: Wo man bei einer SSB-Verbindung mehrere hundert Watt benötigt, genügen bei PSK31 bereits 20-30 Watt. Wer mehr Sendeleistung auf die Antenne bringt, gilt in der Community bereits als “Schwein”, da eine übermäßig hohe Sendeleistung keineswegs eine Verbesserung des Signals bringt, sondern lediglich die Aussendung von Nebenprodukten begünstigt.

Was genau ist eine Phasenumtastung? Hierzu müssen wir kurz einen Abstecher in die Physik machen und uns vor unser Auge führen, was genau eine Schwingung an Freiheitsgraden bietet und welche Veränderungen an einer Schwingung überhaupt machbar sind.

Eine Schwingung ist charakterisiert durch die folgenden Parameter:

  • Die Schwingfrequenz
  • Die Amplitude
  • Die Phasenlage

An diesen drei Parametern können wir sozusagen schrauben. Ändern wir die Schwingfrequenz im Takt der Modulation (also in Abhängigkeit unserer Information, die wir zu übertragen wünschen), erhalten wir eine klassische Frequenzmodulation. Erhöhen, bzw. erniedrigen wir die Amplitude (also die maximale Auslenkung der Schwingung), so sprechen wir von einer Amplitudenmodulation, in Spezialfällen wird aus der Amplitudenmodulation eine Einseitenbandmodulation (SSB) wie wir sie im Amateurfunk kennen.

Verändern wir nun jedoch die Phasenlage des Signals in Abhängigkeit der zu übertragenden Information, erhalten wir eine Phasenmodulation – im digitalen Umfeld, bei der Übertragung konkreter Werte wie z.B. 0 und 1, sprechen wir von einer Phasenumtastung.

Was bedeutet dies nun?

Schauen wir uns einfach mal nachstehende Grafik an:

Wir erkennen hier einen Phasensprung von 180°, was bedeutet, dass der reguläre (rot dargestellte) Wellenverlauf durch ein “Abknicken” der Kurve um 180° verschoben wird, was genauer bedeutet, dass die Phasenlage genau umgekehrt wird. Da wo regulär ein Maximum erwartet wird, findet sich jetzt ein Minimum und umgekehrt.

Solche Phasensprünge können nun mit entsprechender Auswerttechnik (DSP in der Soundkarte z.B.) detektiert werden und zu 0 bzw. 1-Werten umgerechnet werden, was wiederum im Resultat dazu führt, dass wir Daten übertragen können.

Welche Vorteile haben wir nun durch PSK31?

Wie eingangs bereits erwähnt, sind stabile Funkverbindungen bereits mit sehr geringer Sendeleistung (um 30 Watt) realisierbar, damit ist PSK31 im Grunde genommen die Betriebsart für QRP-Freunde oder Antennengeschädigte.

Durch die technische Umsetzung und die physikalischen Gegebenheiten sind Signale mit einem Signal-Rausch-Abstand von bis hin zu 3 dB decodierbar – also dort, wo das menschliche Ohr kaum noch was wahrnimmt, decodieren wir fleißig noch unseren QSO-Partner.

Durch die intensive Nutzung von DSPs in den Soundkarten der PCs ist kaum externe Hardware erforderlich. Häufig genügt ein einfaches Interface-Kabel, um den Transceiver an den Computer anzubinden.

Welche Software gibt es, mit der man PSK31 machen kann?

Es gibt eine Vielzahl an Programmen, die PSK31-Betrieb unterstützen. Exemplarisch möchte ich hier mal MMVari, MMTty, TrueTTY und MixW nennen, die man größtenteils kostenlos aus dem Internet downloaden und nutzen kann. Wer eine etwas ausführlichere Liste sucht, dem sei die “Offizielle” PSK31-Homepage ans Herz gelegt.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag Interesse für diese Betriebsart wecken. Sollten noch Fragen offen sein, solltet ihr nicht zögern, und einen Kommentar loswerden.

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D-STAR ist in aller Munde

Posted by: DG9VH  :  Category: D-STAR, Technik

Doch was genau ist D-STAR eigentlich? In der Wikipedia liest man Folgendes: D-STAR (Digital Smart Technologies for Amateur Radio) ist ein digitaler Übertragungsstandard mit dem Sprache (DV Digital Voice) und Daten (DD Digital Data) über schmalbandige Funkverbindungen übertragen werden können.

Es handelt sich hier also um digitale Technologie, die zur Sprach- und Datenübertragung genutzt werden kann. Im Amateurfunk werden derzeit immer mehr Digitale Relaisfunkstellen nach dem D-STAR-Standard implementiert, z.B. DB0HWR im Schwarzwälder Hochwald, nördliches Saarland.

Wer in S-STAR qrv werden möchte, benötigt hier ein D-STAR-fähiges Funkgerät. Es sind keinerlei spezielle Antennen notwendig, vorhandene Anlagen können also problemlos weiterbenutzt werden.

Wer ein wenig Lesematerial zum Thema D-STAR wünscht, dem sei das D-STAR-Handbuch von DM7DR empfohlen.

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APRS – Amateur Position Reporting System

Posted by: DG9VH  :  Category: APRS, Betriebsarten

APRS – Amateur Position Reporting System – ist eine Betriebsart, die eher in das Kapitel “Einweg-Kommunikation” zu stecken ist: Hauptsächlich werden ohne Zielrichtung Positionsdaten gesendet, die andere Teilnehmer empfangen und auswerten können.

Warum tut man dies?

Zum einen ist es einfach schön, anderen (gewollt!) die Möglichkeit zu geben, die Bewegungen des eigenen Fahrzeugs auf einer Landkarte zu verfolgen – mit der Gewissheit, dieses aber auch jederzeit wieder abschalten zu können. Auf der anderen Seite sind Positionsmeldungen ja nicht das einzige, was an Information übertragen werden kann. Denkbar wäre z.B. über APRS auch Staumeldungen zu versenden, wenn man mit dem PKW an einem solchen vorbei kommt oder Wettermeldungen (für Storm-Chaser interessant) zu verbreiten.

Viele APRS-Teilnehmer, die an festen Orten ihre APRS-Station betreiben, haben an dieser eine Wetterstation angeschlossen, so dass sich hier ein, zugegeben amateurhaftes, Wetterstationsnetz bildet, mit dem zwar aufgrund fehlender Kalibrierung keine Vorhersagen machbar sind, aber ein erster Eindruck über die Wettersituation in einer Region lässt sich durchaus gewinnen.

Wer nun Lust auf mehr hat, kann gerne mal bei http://www.aprs.de vorbeischauen und sich dort informieren.

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IARU Region 1 Fieldday Contest, CW

Posted by: DG9VH  :  Category: Contesting, CW

Vergangenes Wochenende war er, der IARU Region 1 CW-Fieldday-Contest. Wie all die Jahre vorher auch, nahm unser OV auch in diesem Jahr unter dem Clubrufzeichen “DL0IT/p” in der QRP-Klasse teil. Welche Ergebnisse wir einfahren konnten, seht ihr weiter unten.

Die OPs hatten an diesem Wochenende mit mäßigen Bedingungen zu kämpfen, nicht nur, dass die Conds einigermaßen mittelmäßig waren, auch machte der benutzte Transceiver leichte Probleme. Besonderen Dank an dieser Stelle an alle, die als Helfer oder Operator an DL0IT/p zur Verfügung standen – ihr seid ein klasse Team! Doch nun Butter bei die Fische, sprich, was sagt das Log-Ergebnis?

Wir haben 306 QSOs zu Stande gebracht, was uns einen Claimed Score von 84969 einbrachte. Nunja, für eine Teilnahme in der QRP-Klasse sicherlich nicht schlecht, aber endgültig kann hierzu nur was gesagt werden, wenn die ersten Ergebnisse seitens des Auswerters veröffentlicht werden. Bis dahin heisst es: Daumen drücken!

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Echolink – ja oder nein

Posted by: DG9VH  :  Category: Betriebsarten, Echolink

Ein nicht ganz streitfreies Thema stellt die Betriebsart “Echolink” dar. Hier gibt es Befürworter und Gegner, die sogar die Meinung vertreten, Echolink sei kein Amateurfunk mehr. Doch was genau ist Echolink eigentlich?

Echolink, oder “iLink” wie es zu seiner Entstehungszeit hieß, ist die Bezeichnung für das Programm und das dahinterstehende Netz von Repeatern und Link-Stationen, die über das Internet miteinander vernetzt sind und es auf diesem Wege ermöglichen, Funkverbindungen durch das Internet hindurch zu tunneln. Im Grunde funktioniert dies so:

Wir nehmen an, wir hätten zwei Relais-Funkstellen, die relativ weit voneinander entfernt sind – sagen wir mal auf zwei verschiedenen Kontinenten. Diese beiden Funkstellen sind auf dem Audio-Weg mit einem Rechner verbunden, der wiederum eine (breitbandige) Internet-Verbindung besitzt. Die Rechner ihrerseits sind nun via Internet miteinander verbunden, so dass sie die Audiosignale der jeweiligen Gegenstelle lokal wiedergeben können, vergleichbar wie beim Telefon.

Auf der Funkseite jeder Relaisfunkstelle haben wir nun Funkamateure mit entsprechend ausgerüsteten Funkgeräten, die einen DTMF-Tongeber besitzen. Dieser ist notwendig, um die Relaisfunkstelle mit ihren erweiterten Funktionen fernzusteuern.

Jetzt ist es diesen beiden Funkamateuren möglich, durch einen Interconnect der Relais untereinander eine Funkverbindung miteinander aufzunehmen, ohne nun eine Kurwellen-Anlage oder große Antennenanlage aufbauen zu müssen, da der Löwenanteil der Distanz ja über das Internet abgewickelt wird.

Doch genau die Tatsache, dass die Verbindungen über das Internet laufen, ruft die Stimmen herbei, die diese “Betriebsart” verteufeln. Hier wird behauptet, Echolink sei kein Amateurfunk, da es ja auch keine Funkverbindung mehr wäre, die die Verbindung zwischen den beiden Funkamateuren herstellt, sondern eben eine Internet-Verbindung.

Meine Meinung zu dem Thema ist jedoch eine recht neutrale:

Soll doch jeder, der Echolink nutzen möchte, dies tun – man selbst wird ja nicht gezwungen, dies auch zu tun, es gibt schließlich genug andere “Spielarten”, bei denen man sich selbst verwirklichen und austoben kann.

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